BEITRAGSARCHIV

 

*Die Menschen sind durchaus lernfähig, besonders was das Vergessen angeht.*

 

In unserem Beitragsarchiv findest Du von uns publizierte Beiträge rund um das Thema HIV und AIDS aus älteren Beiträgen zu unserer Seite Aktuelle Themen.

 

Diese Seite dient auch dazu, Dir Gedanken zu den von uns veröffentlichten Themen zu machen oder uns zu weiteren, interessanten Themen anzuregen. Du findest hier künftig unsere eigenen Beiträge, aber auch Beiträge die wir selber interessant fanden und daher veröffentlichen. Wir freuen wir uns auch über Deinen Eintrag in unserem Forum. Wichtig ist uns im Forum insbesondere der faire Umgang unter allen Beteiligten.

 

BEITRAGSARCHIV

 

Zum Thema: Phänomen bei diskordanten Paaren.

Zum Thema: Der Besuch von Erdogan in Berlin.

Zum Thema: Ist *YouTube* homofeindlich?

Zum Thema: BGH hebt Versandverbot für DocMorris auf.

Zum Thema: Der Fall Marco Weiß.

Zum Thema: Beck greift Meisner an.

Zum Thema: Warnung vor HIV-Heimtest.

Zum Thema: HIV-Zahlen übertrieben?

Zum Thema: Die Wichtigkeit privater Initiativen.

Zum Thema: Grüne gegen Strafrecht bei HIV.

Zum Thema: Going social.

Zum Thema: AIDS schon 1959 entdeckt?

Zum Thema: Positive Begegnungen - Konferenz zum Leben mit HIV/AIDS.

Zum Thema: Neue Infos zu HIV und AIDS.

Zum Thema: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz [AGG] verabschiedet.

Zum Thema: AIDS-Hysterie im deutschen Fernsehen !

Zum Thema: Therapiepause - Ja oder Nein?

Zum Thema: Neue Aids - Kampagne der BZgA.

Zum Thema: 11. Aidstage in München.

Zum Thema: Therapietreue.

Zum Thema: HIV-Neuinfektionen 2005 / Anstieg um 30 %.

Zum Thema: Gemeinsam gegen Aids.

Zum Thema: HIV Selbsthilfe.

Zum Thema: Die Macht des positiven Denkens.

Zum Thema: Hinrichtung jugendlicher Homosexueller im Iran.

Zum Thema: Fairness & Kommunikation.

Zum Thema: Betroffene & Armut.

Zum Thema: Ausgrenzung.

Zum Thema: Bareback.

 

P H Ä N O M EN B E I  D I S K O R D A N T E N P A A R E N

 

 

Autor: Mike Schwarz

Sicherlich ist es in sexuell freizügigen Partnerschaften, sowohl bei den Heteros als auch bei den Schwulen, ein sehnlicher Wunsch, beim Sex auf das lästige Verhüterli ganz zu verzichten, besteht doch die Jahrzehnte alte und ewige monotone Forderung der Aidshilfen darin, auf das Kondom niemals zu verzichten. Nach umfangreichen Recherchen glaube ich eine Erklärung für das Phänomen zwischen häufigen unsafen Sexualverhalten und der dazu für mich relativ geringen Neuinfektionszahlen gefunden zu haben, und zwar nicht bei den Homosexuellen, sondern bei heterosexuellen Paaren im reproduktionsfähigen Alter mit ausgesprochenem Kinderwunsch, wobei einer der Partner HIV-infiziert ist und der andere nicht. Solche Paare nennt die Medizin diskordante Paare, die es natürlich auch unter schwulen Männern gibt. Was war passiert? Um das Risiko abschätzen zu können, ob bei heterosexuellen Paaren das HI-Virus auf das künftige Neugeborne übergehen kann, hatten sich viele der künftigen Eltern auch an Fruchtbarkeitsspezialisten gewandt und mussten erfahren, dass eine künstliche Befruchtung mit HIV-negativem Fremdsperma a) sehr zeit- und b) sehr kostenintensiv ist.

Einige Mediziner rieten diesen Paaren, dass es unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, mit dem HIV-infizierten Partner ungeschützten Geschlechtsverkehr praktizieren zu können, ohne sich selber, geschweige denn den zu erwartenden Nachwuchs des Risikos einer HIV-Infektion auszusetzen. Hierfür ist es wichtig, dass der HIV-infizierte Partner keine asymptomatische Chlamydien-Infektion oder eine andere sexuell übertragbare Erkrankung hat, sich seit mindestens sechs Monaten in einer wirklich erfolgreichen und stabilen antiretroviralen Therapie befindet und die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt. Dem nicht infizierten Partner verschreibt mein aus rein psychologischen Gründen ein HIV-Medikament, welches dieser am Tag des Befruchtungsversuches und am Folgetag mit jeweils einer Dosis einnimmt. Das Risiko, sich unter diesen Gegebenheiten mit HIV zu infizieren, liegt für die Beteiligten bei geschätzten 1:1.000.000.000 bis 1:100.000 und ist somit sehr, sehr gering. Untersucht man das Sperma des HIV-positiven Mannes vor dem Geschlechtsakt nach HI-Viren, wird man unter diesen Gegebenheiten natürlich keines finden. Und wenn man keines findet ist logischerweise auch keines vorhanden: der Geburt eines gesunden Kindes steht mithin kaum noch etwas im Wege. Aus einer Schweizer HIV-Kohorten-Studie ist bekannt, dass von etwas 150 - 200 diskordanten Paaren, die immer ungeschützten Sex miteinander praktizieren und der HIV-positive Partner eine nicht nachweisbarer Viruslast besaß, es zu keiner einzigen Übertragung des Virus gekommen ist.

Mit diesen Informationen könnte sich jetzt natürlich bei schwulen Männern eine ganz neue Trendwende im Safer-Sex-Verhalten entwickeln: Kondom - Nein, Danke! Statt, wie in der Vergangenheit häufig geschehen, nämlich offen mit ihrer Infizierung umgehende HIV-positive auszugrenzen und abzulehnen, könnten diese bald bei HIV-negativen Männern zu sehr beliebten Sexualpartnern werden. Warum sollte auch das, was bei Heteros offensichtlich unter den geschilderten Umständen funktioniert, nicht auch bei schwulem Sex klappen? Wenn der HIV-positive Sexualpartner dem HIV-negativgetesteten doch künftig nur noch sein letztes aktuelles Blutbild vorlegt, könnte doch rein theoretisch nichts passieren. Vielleicht ist das dann auch die Erklärung, warum sich nur relativ wenige Männer trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit HIV infizieren, da sie offensichtlich dabei außerordentlich häufig und nichts ahnend auf HIV-Infizierte treffen, die die Kriterien erfüllen, nämlich seit längerer Zeit erfolgreich in Therapie zu sein, eine Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze zu haben und über keine anderen sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten zu verfügen. Sicherlich wäre dies auch ein entscheidender Durchbruch gegen die herrschende Stigmatisierung HIV-positiven gegenüber, die es komischerweise bei Rauchern in dieser Form nicht gibt.

Mögen meine diesbezüglichen Ausführungen, sowohl bei Heteros als auch bei Schwulen, durchaus Hoffnungen darauf wecken, künftig auf das nervige und das Lustempfinden behindernde Kondom zu verzichten, muss ich auf einige Risiken ausdrücklich hinweisen. Aus ethischen Gründen wird es sicherlich niemals eine wissenschaftliche Studie über die bisher gemachten Vermutungen geben, die untermauern könnte, dass an dieser Theorie etwas Wahres ist. Wer würde sich als HIV-negativer dazu auch schon freiwillig melden? Selbst wenn der HIV-positive mit seinem letzten Bluttest belegt, alle erforderlichen Kriterien zu erfüllen, ist das noch lange keine Garantie dafür, dass er nicht nach der letzten Blutabnahme eine Therapiepause einlegte oder seine Viruslast aus anderen Gründen seit dem angestiegen ist und sich mithin das Risiko für den HIV-negativen wieder deutlich erhöht. Zudem ist auch noch entscheidend, dass mir die Wissenschaft bis zum heutigen Tage keine Antwort auf die Frage gegeben hat, welche Viruslast im Ejakulat notwendig ist, um beim Analverkehr mit Abspritzen im Darm zu einer Infektion zu führen.

Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand gehört die zuvor beschriebene sexuelle Praktik mit einem HIV-positiven in stabile Beziehungen und ist sicherlich nicht für die Allgemeinheit bestimmt. Nur in einer festen und vertrauensvollen Partnerschaft habe ich für mich die Möglichkeit die Therapietreue meines Partners zu überprüfen, mich über seinen Virus genauestens zu informieren, oder aber mich auch mit dem behandelnden Arzt auszutauschen. Dies dürfte auf jeden Fall risikoloser sein, als mich darauf zu verlassen, dass mir ein Fremder sagt, er habe die und die Viruslast und sei Gott weiß wie therapietreu. Von daher ist es sicherlich klug, ungeschützten Geschlechtsverkehr auf Paare zu begrenzen, die sich sehr gut kennen. Warum jedoch diese Möglichkeit in festen Partnerschaften bei den Aidshilfen totgeschwiegen wird, bleibt mir ein weiteres Rätsel und passt in mein Bild von deren verpatzten Präventionsbemühungen.

Statt ständig stereotyp mit dem Kondom zu winken, dass es für verschiedene Zielgruppen und vor allen für diskordante Partner völlig andere Empfehlungen gibt. Warum sie diese nicht ausspricht, hat ganz sicherlich auch damit zu tun, dass sie ihr Versagen in den millionenteuren Präventionskampagnen zugeben müsste. Nach 25 Jahren HIV glaube ich Heute, dass die Aidshilfen, Gesundheitsämter und andere Beratungsstellen das Risiko einer HIV-Übertragung bewusst maßlos überschätzen und übertreiben, damit sie auch künftig ihre für mich völlig unnötige Daseinsberechtigung demonstrieren können. Koste es was es wolle!

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D E R  B E S U C H V O N  E R D O G A N I N  B E R L I N

 

 

Autor: Mike Schwarz

Die Äußerung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan anlässlich seines Staatsbesuches im Februar 08 in Berlin, Türken sollten sich in Deutschland nicht assimilieren [Anpassung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aneinander], erregte diesmal das Gemüt des Autors und zeigt erneut, dass die Türkei noch lange nicht in der westlichen Demokratie angekommen ist und erst recht politisch nichts in der EU verloren hat.

Ist Assimilation in den USA ein völlig selbstverständlicher und natürlicher Vorgang, fühlt sich Erdogan berufen, seine Landsleute hier in Deutschland dazu aufzurufen, sich unter gar keinen Umständen unserem deutschen Kulturraum anzupassen. Mein lieber Herr Ministerpräsident Erdogan: Frau Merkel ist sicherlich sehr gerne bereit, eines der ostdeutschen Bundesländer, Platz genug haben wir ja da für ihre über vier Millionen Muslimen, für ihre integrationsunwilligen Landsleute zu räumen, damit sich diese allesamt dann auf unserem Territorium einen eigenen türkischen Bundesstaat aufbauen können. Damit bestünde künftig auch keine Notwendigkeit mehr, sich mit uns Deutschen kulturell, strukturell und ehelich zu assimilieren. Sicherlich hat unsere Bundesregierung dann auch noch das nötige Kleingeld, um diesen neuen, dann auf europäischem Boden befindlichen türkischen Bundesstaat, noch mit einem schicken sechs Meter hohen blickdichten Edelstahlzaun einzufrieden. Dies hätte für uns Deutsche dann auch den Vorteil, daß wir wegen überdimensionierter Moscheeneubauten nicht zum demonstrieren auf die Straße müssen und deutsche Schriftsteller, wie der Kölner Ralph Giordano sich wegen einer freien Meinungsäußerung auch nicht mit Mord durch Muslimen bedrohen lassen muß.
 
Mit dieser, in meinen Augen schwachsinnigen Anordnung, nicht genug, forderte Erdogan mit Nachdruck [“Es wäre ein Fehler dies zu verhindern.”] dann auch noch gleich, daß wir Deutschen für unsere türkischen Schüler türkische Schulen zu bauen hätten, die dann von eigens geschulten türkischen Lehrern [wie, wo und von wem geschult] zu unterrichten wären. Warum fordert Herr Erdogan das nicht mal für seine Landsleute bei einem Besuch in den USA? Und warum fordern das nicht die hier in Deutschland assimilierten Italiener, Spanier, Portugiesen, Tunesier, Marokkaner, Thailänder, Polen oder Russen? Das würde unser Land doch wesentlich bunter machen: Mecklenburg-Vorpommern wird türkisch, Schleswig-Holstein geht an die Polen, Bayern wird zum italienischen Sprachraum, und so weiter und so weiter.

Um seine hirnrissigen diesbezüglichen Forderungen noch zu untermauern, verwies er darauf, daß es ja in der Türkei auch deutsche Schulen mit deutschem Unterricht gebe. Ja, Herr Erdogan: für eine Handvoll Diplomatenkinder! Wenn die in Deutschland lebenden Türken dann partout darauf bestehen, türkische Hochschulen mit türkischsprachigen Lehrangebot besuchen zu wollen, warum tun sie das dann nicht auf eine der 115 Universitäten in der Türkei? Kein Deutscher wird sie davon abhalten und kein deutscher Politiker fordert eine deutsche Universität in Ankara! Leider hatte Frau Bundes- kanzlerin Merkel nicht den Mut diesem Ewiggestrigen ins Gesicht zu sagen: Wer in Deutschland lebt, hat auch die deutsche Sprache zu sprechen, wird an deutschen Schulen und Hochschulen in Deutsch unterrichtet [wegen mir auch von türkischstämmigen Lehrpersonal mit einwandfreien Deutschkenntnissen] und hat sich der deutschen Kultur anzupassen! 

Wo sind wir hier in Deutschland eigentlich angekommen, wenn ein türkischer Ministerpräsident in der KölnArena auf einer Großveranstaltung vor 16.000 Landsleuten seine politischen Aufrufe ablassen darf, ohne das diese auf deutsch und simultan übersetzt werden? Solche Vorkommnisse tragen in meinen Augen ganz sicherlich nicht mit dazu bei, das friedliche Miteinander  zwischen Deutschen und Türken zu fördern, sondern führt zu weiterer gegenseitiger Ausgrenzung. Anzumerken bleibt, daß Erdogan wenige Tage nach seiner Rückkehr in die Türkei seiner Armee den Befehl gab, in den Irak zu marschieren, um dort Anhänger der PKK zu töten. Ich hätte es gerne miterlebt, wenn die Bundeswehr 1974 in die Niederlande einmarschiert wäre, um dort vermutete Anhänger der RAF zu liquidieren!

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IST  *YOUTUBE* HOMOFEINDLICH ?

 

 

Autor: Mike Schwarz

[Den Song zum Thema könnt ihr euch am Ende dieses Beitrages gerne anhören!]. Wir von e-HIV ...Hilfe von unten würden uns sehr freuen, wenn auch du dich am Protest beteiligen würdest. Zum Thema stehen im Internet ausreichend Blogs zur Verfügung!

Wie verblendet ein Teil der islamischen Gaymeinde anderen Kulturen und Lebensführungen uns gegenüber immer noch ist, geht aus dem nachfolgenden Beitrag von mir hervor. In diesem aktuellen Fall mache ich den Leser und die Leserin auf eine neue Form von Intoleranz Schwulen gegenüber aufmerksam:

Der 1983 in Berlin geborene Möchtegernrapper und wahrscheinlich auch homophobe *G-Hot*, mit  Geburtsnamen im Übrigen Gökhan Şensan heissend, dummerweise auch noch der sicherlich verhätschelte und vertätschelte Bruder von vier Schwestern, vertrieb sein Kanakattak- singsangsprechgedudel über die Labels *Yo!Musix* und *Suppe inna Puppe.* Soweit, so gut, sollte man meinen.

Da er offensichtlich keinen sonderlich großen Erfolg mit seinen Songs hatte, stellte er im Juli 2007 sein gemeinsam mit dem Rapper *Die Kralle* komponiertes Lied mit dem Titel *Keine Toleranz* bei *YouTube* in das Internet. Soweit, so gut, sollte man meinen. Aber nun kommt es: Dieser Track richtet sich in aggressivster und intolerantester Weise gegen Schwule und ruft sogar offen zur Gewalt gegen Homosexuelle auf. Hierzu ein paar textliche Kostproben aus dem höchstwahrscheinlich unter geistiger Umnachtung, oder unter dem Genuss harter Drogen entstandenen Werkes: *So was habe kein Leben verdient.* Und dann weiter im Text: *Man solle ihnen den Schwanz abschneiden*, dem dann folgt: *Keine Toleranz, wir dulden keine Schwuchteln.* [wo sich mir bei diesem Satz die Frage stellte: wen meint dieser fehlgesteuerte Halbtürke eigentlich mit wir?]. Damit nicht genug, jetzt kommt der Döner-Deutsche Hammersatz von Suppenkasparstar *G-Hot*: *Vertreibt sie aus dem Land!* [Wohin wollen wir denn dann, bitteschön? An die türkische Riviera! Damit sich dessen orientalische Schließmuskel-Alis endlich auch zu ihren homo- oder bisexuellen Neigungen lernen, bekennen zu können?].

Woher auch immer er sie besorgen mag, im weiteren Text droht diese Lusche dann noch damit: *Ich gehe mit 10 MGs zum CSD.* Dies insgesamt erfüllt ganz sicherlich den Straftatbestand des § 111 unseres Strafgesetzbuches, wonach öffentlich zu Straftaten aufgefordert wird. Aufgrund der umgehend eingehenden Proteste erklärte daraufhin sein ehemaliges Plattenlabel *Aggro* in Berlin in einer Pressemitteilung, dass man jede weitere Zusammenarbeit mit diesem offensichtlich nicht nur geistig, sondern auch sexuell chronisch unterficktem Muselmane für die Zukunft ausschließt und die Zusammenarbeit bereits 2006 mit ihm beendet hätte. Auch der Musiksender MTV erklärte sich solidarisch mit den Homosexuellen und kündigte an, zukünftig auf die Ausstrahlung von Clips dieses Hassrappers zu verzichten.

Prima, sollte man meinen, nun ist Ruhe. Falsch! Nur wenige Tage später meldete sich ein Herr namens *Boss A*, wer auch immer das sein mag, zu Wort und verkündete in einem öffentlichen Statement, dass dieser volksverhetzende Song doch gar nicht für die bundestuntige Öffentlichkeit bestimmt gewesen wäre! Da stellt sich mir doch dann glatt schon wieder die Frage: Wofür wen denn dann? Hat Herr Gökhan Şensan das Liedchen geschrieben, damit er sich dabei unter der Dusche genüsslich seinen elften Finger melken kann? Der Aussage von Herrn *Boss A* folgte dann eine Stellungsnahme des Labels *Suppe inna Puppe*, in der es heißt, dass das Ganze doch nur *als böshumorige und satirische Auseinandersetzung mit Vorurteilen gegenüber Homosexuellen* zu verstehen sei und die *drastische Wortwahl einzig und allein der überspitzten Darstellung gängiger Vorurteile dienen und diese konterkarieren* sollte!

Nachdem nicht nur der schwule Bundestagsabgeordnete Volker Beck daraufhin Strafanzeige gegen Gökhan Şensan gestellt hatte, glaubten viele, der Fall wäre damit nun erledigt. Leider wieder weit gefehlt! Der Titel *Keine Toleranz* wurde Anfang Januar 2008 erneut auf *YouTube* in das Internet eingestellt, woraufhin der LSVD [LesbenSchwulenVerbandDeutschland] bei der Staatsanwaltschaft Köln Strafanzeige gegen *YouTube* und *G-Hot* erstattete.

Mir stellt sich hier eigentlich immer nur die Frage, warum solche Dritte-Generation-Integrations- Verweigerer und -Versager nicht einfach zurück in ihre Herkunftsländer gehen und den dortigen Henkern Applaus spenden, wenn diese jugendliche Homosexuelle hinrichten? Entschuldigung? Tragen solche Lieder zur gewünschten Völkerverständigung bei? Könnten wir uns im Vergleich zum Beispiel einen vietnamesischen, italienischen, spanischen, kubanischen, brasilianischen oder thailändischen Rapper der ersten Generation, die meistens auch noch nach einem halben Jahr ein wesentlich besseres Deutsch sprechen, als so mancher Araber der dritten Generation, vorstellen, der es sich wagen würde, öffentlich solche Hasstiraden gegen deutsche Homosexuelle zu predigen?

Eine mir merkwürdige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Unternehmens *YouTube*, welches schon mehrfach durch homophobes Verhalten in der Vergangenheit aufgefallen ist. Dauerte es Tage, bis das anstößige Video von *G-Hot* entfernt wurde, reagierte *YouTube* sehr schnell, als Gayromeo kurz vor Weihnachten 2007 ein völlig harmloses und komplett jugendfreies Weihnachtsvideo bei *YouTube* online stellte. Dieses Video zeigte die tanzende, schwule, niederländische Musikband *Bearforce1*. Die prompte Löschung durch *YouTube* erfolgte mit dem fadenscheinigen Hinweis, der Inhalt wäre unangenehm. Ach was! Wem war er unangenehm? Da diesbezügliche Nachfragen durch die Betreiber von Gayromeo erfolglos blieben, entschloss man sich seitens Gayromeo dann, einen offenen Brief an *YouTube* auf deren blauen Internetseiten zu veröffentlichen. Auf eine Antwort dürfte man bei Gayromeo sicherlich nicht gehofft haben, die dann auch erwartungsgemäß ausblieb.

Zum Stein des Anstoßes gelangst du hier: http://www.youtube.com/watch?v=pd37rAybBYM.

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BGH  HEBT  VERSANDVERBOT FÜR  DOCMORRIS AUF

 

 

Quelle: Spiegel.de

Etappensieg für die Versand-Apotheke DocMorris: Im Streit um das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten hob der Bundesgerichtshof ein Urteil auf, das den Versand aus den Niederlanden untersagt hatte.

Karlruhe – DocMorris hat noch nicht gewonnen: Das Kammergericht in Berlin, das den Versand zunächst verboten hatte, soll nun erneut prüfen, ob DocMorris dem deutschen Niveau entsprechende Sicherheitsstandards beachtet. Dabei komme es nicht nur auf die Rechtslage in den Niederlanden, sondern auch auf die tatsächlichen Verhältnisse an, betonte der Bundesgerichtshof (BGH). Verschreibungspflichtige Medikamente machen rund 90 Prozent aller Bestellungen bei DocMorris aus. (Az: I ZR 205/04)

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung vor dem BGH in Karlsruhe stand eine Bekanntmachung des Bundesgesundheitsministeriums: Für den seit Anfang 2004 liberalisierten Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland hatte das Ministerium im Mai 2005 eine Liste jener Länder veröffentlicht, deren Sicherheitsbestimmungen denjenigen in Deutschland entsprechen. In dem Karlsruher Rechtsstreit zwischen einem Wettbewerbsverband und einem früheren DocMorris-Vorstandsmitglied geht es nun um die Frage, ob diese Liste für die Justiz verbindlich ist. Der klagende Verband stellt dies in Abrede und will einen Unterlassungsanspruch durchsetzen.

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DER  FALL  MARCO WEIß

 

 

Quelle: welt.de

Seit Ostern 2007 sitzt Marco Weiss aus Uelzen in einem türkischen Gefängnis - nicht etwa nach einem Urteil, sondern in ewiger Untersuchungshaft. Nun fürchten er und seine Familie sogar, dass er auch Weihnachten dort verbringen muss. Dem 17-Jährigen wird vorgeworfen, eine 13-jährige Britin missbraucht zu haben. Er bestreitet dies und spricht von einer Urlaubsliebelei. Sieben Monate zieht sich der Prozess gegen Marco bereits hin. Am Dienstag wurde die Verhandlung erneut vertagt, weil die Aussage des Mädchens noch immer nicht vorlag. Unabhängig von der Frage der Schuld, wächst der Unmut darüber, wie die türkische Justiz mit dem Jugendlichen umgeht. Es gibt mehrere Gründe, warum das Verfahren so lang dauert. Aber alle haben mit der Aussage des mutmaßlichen Opfers zu tun: Weil es um ein internationales Verfahren geht, werden umständliche Dienstwege eingehalten, um die Aussagen der 13-jährigen Charlotte zu besorgen. Persönlich vor Gericht erscheinen will und soll das Kind nicht.

Das Gericht in Antalya schrieb das türkische Justizministerium an, dieses das Außenministerium, das schließlich die Botschaft in London einschaltete. Die Botschaft wandte sich an das britische Außenministerium, welches das Justizministerium ansprach, ob Charlotte vernommen werden dürfe. Jeder Schritt erforderte diverse Unterschriften. Die Aussage soll 100 Seiten umfassen. Sie geht denselben umständlichen Weg zurück zum Gericht - ist dort aber bislang nicht eingetroffen.Das Gericht hat nun beim Justizministerium in Ankara angefragt, wo das Dokument bleibe. Verlegt, verschollen - niemand scheint es genau zu wissen. Charlottes türkischer Anwalt Ömer Aycan hat eine Kopie der Aussage zwar bereits vor zwei Monaten bekommen und selbst übersetzt. Er besorgte auch Bestätigungen der Echtheit vom Gouverneur in Antalya und dem britischen Generalkonsulat. Doch solange das Original der Aussage nicht den Richtern vorliegt, ist dies aus Sicht von Marcos Anwälten wertlos.

Sie trauen der Übersetzung des Vertreters der Klägerin nicht. Nun hat der türkische Richter Marcos Anwälte ermuntert, das Original der Aussage selbst über eine britische Anwaltskanzlei beim Gericht in Manchester zu besorgen. Ein anderer Verzögerungsgrund soll die Einmischung der Presse sein. Nach Angaben Aycans wäre das Mädchen eventuell bereit gewesen, vor Gericht auszusagen, was den Prozess verkürzt hätte. Er habe ihr aber abgeraten, um die Schülerin, die in psychologischer Behandlung sei, zu schonen. Ihr Erscheinen hätte einen Medienrummel ausgelöst, dem das Mädchen nicht gewachsen gewesen wäre. Inzwischen fordert das Europaparlament, dass sich die EU- Erweiterungskommission in den Fall einschaltet. Diese beobachte das Verfahren bereits sehr genau, bestätigte eine Sprecherin des EU-Erweiterungskommissars Olli Rehn. Wegen der wiederholten Verzögerungen in dem Verfahren wollen Marcos Anwälte zudem Klage einreichen beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Die Bundesregierung erwägt, ein solches Verfahren zu unterstützen. Bei beiden Vorstößen geht es nicht um den Gegenstand des Prozesses, sondern um die Dauer des Verfahrens und der Untersuchungshaft. Es soll geprüft werden, ob damit ein Grundrecht auf ein angemessen schnelles Gerichtsverfahren verletzt wird.

Eigener Kommentar: Wir von e-HIV ...Hilfe von unten fordern jeden dazu auf, gegen die Willkür der türkischen Justiz zu protestieren und einmal darüber nachzudenken, den nächsten geplanten Urlaub nicht in der Türkei zu verbringen! Wenn schon die Türken in Deutschland nicht gegen ihre eigene Justiz in der Türkei protestieren, dann wird es Zeit, dass wir es getan haben! Solidarität mit Marco! Völlig unverständlich ist in diesem Fall die Forderung unserer Bundeskanzlerin, die in diesem Fall Zurückhaltung fordert. Wozu? Die Türkei hat erneut wieder bewiesen, dass sie in der EU nichts verloren hat. Richtet Euren Protest an: Generalkonsulat der Republik Türkei, Menzinger Straße 3, 80638 München oder per eMail an: tcmunihbk@t-online.de.

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BECK GREIFT MEISNER  AN

 

 

Autor: Mike Schwarz

Das Anliegen von e-HIV ...Hilfe von unten, und damit auch mein persönliches, ist es ganz sicherlich nicht, sich in politische Debatten einzumischen, aber was sich dieser Tage zwischen dem GRÜNEN-Abgeordneten des Bundestages Volker Beck und dem Kölner Kardinal Meisner abspielte, hat ganz eindeutig auf beiden Seiten nichts, aber auch gar nichts mit der oft sowohl von Beck als auch von unseren geistlichen Würdenträgern eingeforderten Toleranz zu tun! Zu diesem Thema hatte ich mich bereits in einem anderen aktuellen Thema auseinandergesetzt, der hier nachzulesen ist.

Das es sowohl Beck als auch Meisner an der notwendigen Toleranz an der Meinung Andersdenkender mangelt, zeigen die benutzten Begrifflichkeiten wie *Triebbündel, das sein Schöpfungsgedächtnis verloren hat* (Urton Meisner) und *selbstgerechter Hassprediger* (Urton Beck). Hallo? Ganz sicherlich bin ich mit den lebensfremden und klerikalen Einstellungen eines aus Niederschlesien stammenden Herrn Joachim Kardinal Meisner in keinster Art und Weise konform. Von einem sich selbst als homosexuell bezeichneten Politiker wie Volker Beck erwarte ich jedoch, dass er das praktiziert, was er selber von der Politik seit vielen Jahren öffentlich einfordert: nämlich die Toleranz gegenüber anderen Lebensführungen. Da hilft es uns allen wenig, wenn Herr Beck dann wenige Tage später zurückrudert und öffentlich wenig glaubhaft kundtut, dass es ihm eigentlich ein bisschen leid getan hat, den lieben Herrn Meisner als Hassprediger bezeichnet zu haben.

Zu meinen eigenen Toleranzverständnis gehört es, einfach anzuerkennen, dass ein Kardinal in der Öffentlichkeit aus beruflichen Gründen überhaupt gar nicht anders kann, als sich für traditionelle eheliche und christliche Lebensgemeinschaften einzusetzen. Vielleicht hat ja auch der gleiche Kardinal einen homosexuellen Privatsekretär, dessen sexuelle Orientierung von ihm so lange toleriert wird, bis diese heikle Tatsache nicht publik wird. Also, Herr Beck und Herr Meisner: Trefft euch einfach mal bei einem leckeren Glas Kölsch und diskutiert, statt über Triebbündel wie meiner einer und Hassprediger a la Osama Bin Laden, einmal über das Thema Toleranz.

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WARNUNG  VOR   HIV -  *HEIMTEST*

 

Autor: Mike Schwarz

Die niederländische Firma MiraTes mit Hauptsitz in Rotterdam bietet im Internet einen HIV-Heimtest für 21,95 € pro Packung zum Kauf an. Wir von e-HIV ...Hilfe von unten warnen EINDRINGLICH vor der Bestellung und der Anwendung! Solche dubiosen *Do-it-yourself*-Tests haben aus guten Gründen in Deutschland keine Zulassung durch die zuständigen Behörden. Auch wenn der Vertrieb aus dem Ausland per EU-Recht möglich ist und weder die Bestellung noch die Anwendung strafbar sind, ersetzt ein solcher Test nicht die persönliche Beratung. Weder vor, noch nach dem Test, womit jeder bei einem eventuellen positiven Testergebnis auf sich völlig alleine gestellt ist. Ausserdem kann es durch Fehler bei der Anwendung zu einem falschen und wohlmöglich fatalen Ergebnis kommen. Ferner ist die Aussagekraft eines solchen Tests zeitlich nur begrenzt gültig, da er lediglich den Infektionsstand von vor zirka drei Monaten wiedergibt. Trotz negativer Testung kann der Benutzer dennoch Träger des HI-Virus sein. Wir empfehlen selbstverständlich eine regelmäßige Testung auf eine mögliche HIV-Infektion, und die am besten, vor allen Dingen aus versicherungstechnischen Gründen, möglichst anonym, zum Beispiel bei einem Gesundheitsamt.

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HIV  - ZAHLEN   ÜBERTRIEBEN ?

 

 

Quelle / Info: Der Spiegel 28/Juli 2007: Jahrelang sollen mit AIDS befasste Institute der UNO (UNAIDS) zu hohe Zahlen über die mit AIDS-Infizierten angegeben haben. In Indien seien laut Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO über 5,7 Millionen mit dem Virus infiziert. Dem Land wurde ein Seuchenkollaps wie im südlichen Afrika prophezeit. Doch indische Seuchenmediziner berichteten kürzlich, dass in Indien nur rund 2,5 Millionen [Nur? Sind 2,5 Millionen Infizierte nicht auch viel zu viel? Anmerk. von Mike Schwarz] das Virus in sich tragen. Auch in anderen Teilen der Welt, wie in Südafrika, erwiesen sich die bisher offiziellen Zahlen als zu hoch. James Chin, Professor an der Berkeley- Universität und Leiter der AIDS-Abteilung der WHO in Genf bis 1992, wirft in seinem neuesten Buch „The Aids Pandemic“ internationalen Hilfsorganisationen vor, die Ausbreitung des Virus systematisch übertrieben zu haben. Statt Aufklärung zu betreiben, hätten sie Mythen in die Welt gesetzt. Nicht epidemiologischer Sachverstand motiviere ihr Handeln, sondern Opportunismus und “political correctness“. Sie lögen des guten Zwecks wegen. Je furchtbarer die Zahlen, desto höher die Zahlungen aus der internationalen Gemeinschaft, desto höher auch ihre eigene Bedeutung und die ihrer Botschaften. China will die Gefahr von AIDS nicht herunterspielen. Doch Tatsache ist, dass die AIDS-Welle überall in der Welt allmählich abklingt.

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DIE  WICHTIGKEIT  PRIVATER   INITIATIVEN

 

 

Autor: Mike Schwarz

Köln, 01.08.07: Nach längerer Abwesenheit meldet sich e-HIV ...Hilfe von unten wieder zurück. Als private Initiative für Betroffene mit HIV oder AIDS müssten wir nicht begründen, warum wir unsere Aktivitäten im Dezember 2006 eingestellt haben. Dennoch geben wir dazu das nachfolgende Statement ab: Im Gegensatz zu vielen anderen Hilfsorganisationen zum Thema HIV und AIDS bekommen wir keine öffentlichen Gelder. Hinter dem Projekt e-HIV ...Hilfe von unten steht überwiegend nur ein Mensch: Mike Schwarz.

Was viele von euch sicherlich nicht wissen, ist die Tatsache, dass Mike zu 100 % schwer behindert ist [nicht aufgrund von HIV, sondern wegen enormer Bandscheibenprobleme und anderer Grunderkrankungen], und das er lediglich über ein Einkommen aus SGB XII verfügt. Dennoch möchte er sich auch künftig weiterhin für betroffene Menschen mit HIV oder AIDS in der Region Köln engagieren, da er nach wie vor der Meinung ist, dass die professionell und mit öffentlichen Geldern ausgestatteten Institutionen überwiegend an den wahren Bedürfnissen der Betroffenen vorbei manövrieren. Aber auch für ihn und uns heisst es: *Ohne Moos - nix los!* Mike nutzte nun in den letzten Monaten privat die Möglichkeiten, um an seiner Karriere als künftiger Schriftsteller zu arbeiten.

In diesen Tagen kommt nun sein Roman-Debut *Fort X - Mord im Rosengarten*, ein waschechter KölnKrimi, in dem unter anderem auch das Thema HIV eine Rolle spielt,  in den deutschen Buchhandel! Das Buch hat die ISBN 978-3-8334-8369-1 und lässt sich auch über einige Online- Buchhandlungen [z.B. www.amazon.de oder www.libri.de] beziehen . Mit dem Kauf dieses Buches kannst du künftig auch unsere private Initiative
e-HIV ...Hilfe von unten mit unterstützen, da uns Mike aus den zu erwartenden Autorenhonoraren künftig 50 Cent je verkauftem Exemplar überweisen wird. Mit diesen Einnahmeerwartungen hoffen wir, unser Projekt künftig finanzieren zu können und bitten dich, uns dabei tatkräftig mit zu unterstützen!

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 GRÜNE  GEGEN STRAFRECHT BEI  HIV

 

 

Quelle: www.queer.de
Berlin - Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion, hat sich heute im Plenum gegen strafrechtliche Massnahmen bei der Aids- Bekämpfung ausgesprochen, die derzeit von der grossen Koalition geprüft werden würden. "Da Teile der Aids-Prävention sogar durch Eingriffe behindert werden und man sich weigert wider besseres Wissen, die Heroinabgabe an Schwerstabhängige in die Regelversorgung zu übernehmen, ist die Debatte um Strafrecht besonders perfide", so Beck. "Die deutsche Aids-Bekämpfungsstrategie war erfolgreich, weil sie auf Aufklärung, Information und verantwortliches Handeln der Bürger setzte. Das sollte man nicht auf das Spiel setzen." Die Bündnisgrünen fordern daher Bund, Länder und Kommunen auf, wegen der steigenden Zahlen von Erstinfizierten mehr Geld für die HIV-Prävention zur Verfügung zu stellen. Außerdem verlangte die Ökopartei in ihrem Antrag "Gemeinsam gegen Aids - Verantwortung und Solidarität stärken", dass bei Hartz-IV-Empfängern der Mehrbedarf von Menschen mit HIV und Aids berücksichtigt werden müsse. Ferner dürften positive Flüchtlinge nicht in Länder ohne Behandlungsmöglichkeiten abgeschoben werden. (pm/dk)

Anmerkung von Mike Schwarz: Ich finde es schlicht pervers von der grossen Koalition, überhaupt diesbezügliche Gedankengänge zu diskutieren. Wäre die Zielgruppe hier Menschen mit Krebs, würde sicherlich die halbe Nation auf die Barrikaden gehen! Die Regierung sollte sich lieber mal Gedanken über die wachsende Zahl gesunder und arbeitsfähiger Sozialschmarotzer in unserer Republik machen. Hier wäre dann sicherlich das Geld einzusparen, was kranke und bedürftige Menschen dringend zu ihrer Grundsicherung benötigen.

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GOING  SOCIAL

 

 

Autor: Mike Schwarz

Nachdem Bill Gates, bekanntlich der reichste Mann der Welt, sich von einem Grossteil seines Vermögens getrennt hat und dieses in die *Bill und Melinda Gates Foundation* einbrachte, folgte diesem lobenswerten Beispiel auch der US-Milliardär Warren Buffet. Diesem Beispiel könnten sich von mir aus sämtliche Milliardäre der Welt gerne anschliessen, da diesen beiden Herren offensichtlich klargeworden zu sein scheint, dass man a) Geld nicht fressen und b) nicht mit ins ewige Nirwana nehmen kann. Vielleicht nimmt sich ja der raffgierige Ex-Macho-Bundeskanzler Gerhard Schröder hieran ein Beispiel.

Mit den nun verfügbaren 59 Milliarden Dollar lässt sich für die Zukunft sicherlich viel Gutes tun. Das dies in den Medien schon wieder die Kritiker und Neider auf den Plan ruft, ist mir unverständlich. Laut Stiftungsziel wird die *Bill und Melinda Gates Foundation* den Kampf gegen Tuberkulose, Malaria und AIDS aufnehmen. Zugute kommen diese Gelder in erster Linie den Ärmsten der Armen auf dem schwarzen Kontinent. Dies ist sicherlich um einiges sinnvoller, als das was ein gewisser G.W. Bush im Nahen Osten und anderen Teilen der Welt abzieht.

Nur wenigen ist bekannt, dass die *Bill und Melinda Gates Foundation* auch anderen Stiftungen Gelder zu Verfügung stellt und bereits heute die Impfraten in der Dritten Welt deutlich gesteigert werden konnten. Ferner werden Tests an Medikamenten finanziert, die für unsere grossen Pharmakonzerne wenig gewinnversprechend wären. Bleibt zu hoffen, dass mit diesen Milliarden in den nächsten Jahren auch deutliche, medizinische Verbesserungen in der HIV- und AIDS-Medikation zu erwarten sind.

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AIDS SCHON  1959  ENTDECKT ?

 

 

Quelle: www.wsws.org/de/1999/mar1999/aids-m09.shtml. Von Barry Mason 9. März 1999

Kürzlich erschien im Wissenschaftsmagazin Nature ein Artikel, in dem ausgeführt wurde, daß der wichtigste Typus des menschlichen Immunschwäche-Virus HIV-1, das AIDS auslöst, seinen Ursprung in einer Unterart von Schimpansen hat, die in Äquatorialafrika leben. Dieser Bericht vom 4. Februar stellt die Ergebnisse der Arbeit vor. die Forscher der Fakultät für Medizin und Mikrobiologie an der Universität von Alabama in Birmingham unter Leitung von Feng Goa durchgeführt haben. Die Affen sind Träger eines HIV-ähnlichen Virus, mit dem Namen Simian-Immunschwäche-Virus (SIV).

Die Forscher führten Versuche mit dem Gewebe eines Affen durch, der 1985 gestorben war. Dieser Schimpanse, der als Marylin bekannt geworden ist, war im Rahmen des Weltraumprogramms der US Airforce eingesetzt worden. Marylin war benutzt worden, um andere Schimpansen für das Programm zu züchten. Dabei wurden biochemische Techniken angewendet, um den genetischen Aufbau des SIV-Virus zu verdeutlichen, seine Entstehung zu verfolgen und zu analysieren. Die Forscher waren in der Lage zu zeigen, daß die genetische Zusammensetzung nahezu mit den drei Hauptvarianten des HIV-Virus übereinstimmte, die als M, N und O bezeichnet werden.

Früher bereits konnte gezeigt werden, daß ein anderes HIV-Virus, bekannt als HIV-2, eine schwächere Abart des Virus, die hauptsächlich in Westafrika vorkommt, ihren Ursprung in einer Form des SIV hatte, der in den Sooty Mangabe Affen gefunden wurde. Aber die Quelle des HIV-1 war bisher unbekannt geblieben. Während auch bei anderen Schimpansenarten SIV-Viren gefunden wurden, hatten diese jedoch keine enge genetische Verwandtschaft mit den HIV-Viren. Schimpansen finden sich Afrika in verschiedenen Unterarten, die auf verschiedenen geographische Herkunft zurückzuführen sind. Marylin gehörte der Unterart Pan Troglodytes Troglodytes an, die in Gabun, Äquatorial Guinea und Kamerun vorkommt. Der erste bekannte AIDS-Fall wurde 1959 bei einem Mann festgestellt, der in Kinshasa unmittelbar auf der Gabun gegenüberliegenden Seite des Kongoflusses lebte.

Die Tatsache, daß die drei Varianten des HIV-1-Virus alle eng mit dem SIM zusammenhängen, der bei dieser Unterart von Schimpansen gefunden wurde. legt nahe, daß das Virus vom Schimpansen auf den Menschen in mindestens drei von einander unabhängigen Fällen übertragen wurde. Jäger töten und schlachten Schimpansen, um ihr Fleisch zu essen, und auf diese Weise könnte das Virus in ihre Blutbahn gelangt sein. Schimpansen sind den Menschen genetisch sehr ähnlich, 98 Prozent ihres Genoms (genetischer Fingerabdruck) stimmen überein. Auffällig ist, daß die Affen das SIV-Virus in sich tragen, aber nicht unter seiner zerstörerischen AIDS-Symptomen leiden. Dies zusammengenommen könnte es ermöglichen, die Rolle, die der Virus im Menschen spielt zu erklären und ein Mittel zu finden, es unter Kontrolle zu bekommen.

Obwohl ihr Ursprung in Westafrika liegt, ist AIDS innerhalb weniger Jahre weltweit verbreitet worden. In dieser Region Afrikas gibt es enorme Bevölkerungsverschiebungen vom Land in die Städte. Der internationale Reiseverkehr und die kommerzielle Sexindustrie ermöglichten es dem Virus, zu einer weltweiten Seuche zu führen. Im Augenblick sind 35 Millionen Menschen weltweit von AIDS betroffen. Während es beträchtliche Erfolge in der Kontrolle und der Behandlung der Krankheit in Ländern wie Amerika und Europa gibt, ist das in Afrika nicht der Fall. Zwischen 1996 und 1997 verringerten sich in Amerika die Todesfälle durch AIDS um 44 Prozent. Im Gegensatz dazu sind die Zahlen für das Afrika südlich der Sahara äußerst besorgniserregend.

Der Prozentsatz der erwachsenen Bevölkerung, die vom HIV-Virus infiziert ist, zeigt, wie ernst die Situation ist. In Südafrika sind es 13 Prozent, in Mosambik 14 Prozent, Namibia 20 Prozent, Botswana 25 Prozent und Zimbabwe knapp unter 26 Prozent, der weltweit höchste Anteil. Im Juni 1998 gaben die UN einen umfassenden, detaillierten Bericht über das Vorkommen der Krankheit heraus. Er zeigte, daß von den 30 Millionen HIV-infizierter Menschen im vorhergehenden Jahr 21 Millionen in Afrika südlich der Sahara leben. In dieser Region befinden sich die 21 Länder mit der weltweit höchsten Rate von HIV-Erkrankungen.

Die AIDS-Epedemie in diesem Teil Afrika ist mit den großen Seuchen der Menschheitsgeschichte vergleichbar. Die mittelalterliche Pest tötete in Europa 20 Millionen Menschen, was einem Viertel der Bevölkerung entsprach. Die Grippeepidemie von 1918/19 koste 200 Millionen Menschen das Leben. Der Anteil der HIV-Infizierten an der Weltbevölkerung beträgt ungefähr ein Prozent, in den USA ungefähr etwa 0,76 Prozent. Diese somit am meisten betroffenen Länder im südlichen und mittleren Afrika gehören auch zu den Ländern, die am wenigsten in der Lage sind, mit den verheerenden Auswirkungen der Krankheit fertigzuwerden.

HIV hat die größten Auswirkungen auf Erwachsene von 15 bis 49 Jahren, diejenigen sexuell am aktivsten sind. Das ist auch der Teil der Bevölkerung, der wirtschaftlich am aktivsten ist und Kinder großzieht. AIDS hat Millionen zu Waisen gemacht. 1997 verloren 1,6 Millionen Kinder wenigstens ein Elternteil durch HIV. Von 1998, als die Krankheit erstmals erkannt wurde bis Ende 1997 verloren 8,2 Millionen Kinder ihre Mütter wegen AIDS. Afrikanische Kinder sind am stärksten von dem Risiko bedroht, mit AIDS geboren zu werden. In einigen afrikanischen Städten waren bei Schwangerschaftsuntersuchungen 70 Prozent der Frauen infiziert.

AIDS ist dabei, eine der häufigsten Todesursachen zu werden. Es bringt soviele Menschen um wie die Malaria und steht nur noch der Tuberkulose nach. 1997 infizierten sich 5,6 Millionen Menschen, und 2,3 Millionen starben an der Krankheit. AIDS beansprucht die Gesundheitseinrichtungen der armen Länder in so großem Maße, daß das Auftreten anderer Krankheiten wie Malaria und Tuberkulose zunimmt. Die AIDS-Konferenz, die 1998 in Genf stattfand, nannte Zimbabwe als das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate, mit durchschnittlich 26 Prozent der Bevölkerung. In einigen Teilen des Landes ist der Anteil sogar höher. Am Touristenzentrum Victoriafälle beträgt der Anteil der Infizierten 40 Prozent. Tuberkulose, Malaria, Cholera und andere durch Sexualverkehr übertragene Krankheiten, sowie verhinderbare Infektionen, sowie Totgeburten und Kindersterblichkeit. Tuberkulose ist eine Krankheit, die eng mit Armut in Verbindung steht. 1986 gab es 5000 Fälle und 1997 35.000. Die Auswirkungen der zunehmenden Armut und Instabilität, die durch die AIDS-Seuche noch verschlimmert wurden, untergraben die Effektivität der Gesundheitseinrichtungen. Aber in Zimbabwe werden knapp 10 Dollar pro Person für die Gesundheit einer Person im Jahr ausgegeben.

1993 betrug die Lebenserwartung in Zimbabwe 61 Jahre. Man schätzt, daß sie bis zum Ende des Jahrhunderts auf 49 Jahre sinken wird. Wenn die HIV-Infektionen mit der gleichen Geschwindigkeit weitergehen wie heute, wird die Lebenserwartung in diesem Land im Jahr 2010 nur noch 40 Jahre betragen. In Südafrika wurden die HIV-Erkrankungen durch die von der Apartheid erzwungene Isolation unter Kontrolle gehalten. Jetzt findet ein explosiver Anstieg statt. Die Zahl der Infizierten hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt, was der weltweit höchste Anstieg ist. Heute sind ungefähr drei Millionen Menschen infiziert. Das sind etwa 12 Prozent der Bevölkerung. Unter Frauen in den Zwanzigern sind es 20 Prozent.

In einigen Ländern konnte die Infektionsrate zu einem gewissen Grad gesenkt werden. In Uganda zum Beispiel betrug die Infektionsrate 1994 13 Prozent und sie wurde bis 1997 auf 9.5 Prozent reduziert. Aber selbst wenn die Infektionsrate fällt, kann man sehr wenig für die bereits Infizierten tun. Bei Gesundheitsausgaben von etwa 10 Dollar pro Kopf im Jahr ist eine Therapie durch Kombinationspräparate, die in den entwickelten Ländern erste Erfolge zeitigte, für die Masse der Bevölkerung unerschwinglich.

Dr. Peter Piot, der Vorsitzende des UN-AIDS-Programms, gab seiner Besorgnis Ausdruck über die zunehmende Kluft zwischen der Infizierung und den Todesraten in den Industrie- und den Entwicklungsländern, die, wie er sich ausdrückte, "ein grelles Licht auf die Habenichtse der Seuche" werfe.

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 POSITIVE BEGEGNUNGEN

 

 

Quelle: Mike Schwarz

Auf Einladung der Deutschen Aids Hilfe [DAH] nahm ich zum ersten Mal an der Konferenz: *Positive Begegnungen - Konferenz zum Leben mit HIV/AIDS*, teil. Diese fanden vom 24. - 27. August 2006 in Leipzig statt und hinterließen bei mir nachhaltige, neue und sehr interessante Eindrücke, über die ich nachfolgend in Auszügen berichten werde. Es war sowohl für die Teilnehmer als auch für die Organisatoren eine geglückte und erfolgreiche Konferenz, an der zum ersten Mal der Zusammens- chluß der ehemaligen Bundespositivenversammlung und der Bundesversammlung der An- und Zugehörigen von Menschen mit HIV/AIDS erfolgte, was ich persönlich sehr begrüßte, da ich bekanntlich kein Freund von Ausgrenzung in jedweder Form bin und zudem der Überzeugung, dass nur Gemeinsamkeit stark macht! Rückblickend betrachtet, verdient diese Konferenz ihren Namen völlig zu recht.

Die Unterbringung der Gäste erfolgte im Ramada-Treff-Leipzig, welches auch als einer der zahlreichen Sponsoren zu erwähnen ist. An dieser Konferenz nahmen 414 Teilnehmer teil, von denen 11 angaben, nicht auf HIV getestet zu sein, 23 getestete Teilnehmer gaben an HIV negativ zu sein und 316 erklärten sich als HIV positiv. Der Rest verfügte über den Status HIV positiv und zusätzlich noch über Hephatitis.

Zu diesen eingeladenen Teilnehmern kamen noch 79 Workshopleiter, 47 Ehrenamtler und 27 Mitarbeiter der DAH. 242 Teilnehmer bekannten sich zu ihrer Homosexualität und 56 hatten einen Migrationshintergrund. Spannend für mich waren die über 20 verschiedenen Nationalitäten und der bunte Mix der Teilnehmer, der absolvierbaren Workshops und *Open Space Veranstaltungen*. 9 % der Teilnehmer waren unter 30 Jahre alt, 28 % zwischen 31 und 40 Jahre, 42 % zwischen 41 und 50 Jahre, 18 % zwischen 51 und 60 Jahre und 3 % waren über 60 Jahre jung.

Während der Konferenz konnten sich Gruppen aus allen Bereichen zum Thema HIV und AIDS in der Wandelhalle präsentieren. Am Donnerstagabend erfolgte dann die offizielle Eröffnung mit reichlich Prominenz und guter Moderation. Hier wurde auch der Vorbereitungsgruppe gedankt, die sich fast ein Jahr lang mit der Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung beschäftigte. Wer wollte, konnte sich am Freitag auch per Shuttledienst die Räumlichkeiten der Leipziger Aidshilfe anschauen, wovon auch ich Gebrauch machte. Angenehm fiel mir hierbei die familiäre Atmosphäre, das hohe persönliche Engagement und die hohe Gastfreundschaft der Gastgeber ins Auge. Eine Grillparty rundete den von mir als positiv empfundenen Eindruck ab.

Interessant, wenn auch strapaziös, waren dann die angebotenen einzelnen Workshops und Mittags- und Abendplena. Während der gesamten Veranstaltungsreihe stand den Teilnehmern das Angebot von *Lauras Cafe* zur Verfügung, wo es neben preisgünstigen Getränken, auch schon mal belegte Brötchen oder Kuchen gab. Aufgrund der Vielfalt der angebotenen Workshops war es schier unmöglich, an allen teilzunehmen, jedoch lieferte das eigens gedruckte Programmheft eine Übersicht, die einem die Wahl erleichterte, sich für bestimmte Themen zu entscheiden. Geschulte Moderatorinnen und Moderatoren leiteten die einzelnen Workshops ein, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten diese dann, in einer sehr offenen und ehrlichen Runde, mit Leben.

Neben Themen aus Medizin und Forschung, gab es Angebote zu Partnerschaft und Lebensplanung, soziale und finanzielle Absicherung für Betroffene, Selbstorganisation und Interessenvertretung, Problembehandlung mit Migranten, Lebensstilen und Drogen. Wer wollte konnte sich auch in die Gebärdensprache einweisen lassen oder sich über das Thema Tod und Leben auslassen. In fast allen Workshops tauchte das Thema der Altersfrage, der Toleranz und der Integration auf, was auch nur begrüßt werden kann. Tatsächlich gewann ich den Eindruck, daß zumindest auf diesem Kongress der Geist einer Gemeinschaft, wider der Intoleranz, vorhanden war.

Neben den angebotenen Workshops kam es zu zahlreichen neuen und begrüssenswerten Kontakten innerhalb der verschiedensten Teilnehmergruppen. Neben dem Austausch von Meinungen, kam es häufig auch zum Austausch von persönlichen Daten und Symphatiebekundungen. Weitere Kontaktmöglichkeiten boten dann der Speisesaal, wo der Gastgeber sowohl für ein vielfältiges Frühstücks-, Mittags- und Abendbuffet sorgte.

Eine der tollsten Ideen der Vorbereitungsgruppe waren die leider meist nur spärlich besuchten *Open- Space-Angebote*. Der Bitte der DAH, eine solche zu Moderieren, folgte ich dann gerne am Samstagvormittag. Das Thema lautete: Diskriminierung & Ausgrenzung. Kurz nach meiner Einführung öffnete sich die Tür des Seminarraumes und in der Folge erhielt ich die Möglichkeit, dank der Hilfe eines deutschen, der englischen Sprache besser mächtigen und Betroffenen mit HIV, mich mit diesem Thema äusserst praxisnah auseinander setzen zu dürfen: Ich begrüsste Migranten aus Eritrea, Äthiopien, Uganda, Jamaika, Kenia und Tansania. Nach ca. einer Stunde waren auch diese Frauen und Männer bereit, innerhalb der ihr völlig fremden Gruppe, ihre ganz persönlichen und tragischen Lebensgeschichten in einem kleinen Zeitfenster zu vermitteln, was mich persönlich sehr tief bewegte!

Samstagabend brachten Shuttlebusse die partywütigen Teilnehmer zu der Veranstaltung *Dance for Life*, die im kuriosen *Bimbotown* stattfand. Lebende Skulpturen, die durch Pressluft oder elektrische Antriebe für ständige Bewegung sorgen, erfasste jeden der Anwesenden, mich ausgenommen, da ich als Nicht-Nacht-Mensch daran nicht teilnehmen konnte. Mir wurde jedoch berichtet, dass es dort neben hüpfenden Sesseln und Stühlen, auch fressende Sofas oder die berühmte Bettfahrt und schwebende Textilien zu überleben galt.

Als man dann seinen Kultur-  und/oder Alkoholrausch ausgeschlafen hatte, folgte am Sonntagmittag die emotionsgeladene Abschlussveranstaltung in Form einer Podiumsdiskussion. Danach nahmen die Teilnehmer noch an dem gemeinsamen Brunch teil, um dann die Heimreise anzutreten. Das Fazit dieses Kongresses ist, für mich persönlich, dass es bedeutend mehr regionale Selbsthilfegruppen geben muß und hoffentlich auch geben wird. Für die Zukunft appellieren wir bei den Geldgebern, gerade die vor Ort dringend benötigten finanziellen Mittel, auch und insbesondere an private Initiativen mit zu verteilen. Dies ist auch einhellige Meinung der Teilnehmer, die sich losgelöst von den großen und namhaften Vereinen, privat engagieren. Wenige hundert Euro vor Ort, engagierte Ehrenamtler und effiziente Hilfestellung, dürften sicherlich mehr bewirken, als aufwendige Kampagnen, die evtl. den dafür bestimmten Empfänger nicht erreicht.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten positiven Begegnungen.

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NEUE INFOS  ZU  HIV UND  AIDS

 

 

Quelle: www.hivlife.de

HIV und Aids sind das Thema des neuen Heftes der Gesundheitsbericht- erstattung des Bundes (GBE) am Robert-Koch-Institut (RKI).

Das GBE-Heft bietet auf 40 Seiten eine Übersicht zur Situation der Immunschwächekrankheit in Deutschland. Kurze allgemein verständliche Kapitel informieren nach Angaben des RKI unter anderen über Risikofaktoren, Entwicklung der Infektions- und Erkrankungszahlen seit Anfang der 80er Jahre sowie Präventionsmaßnahmen und Versorgungsstrukturen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Neuinfektionen auf zuletzt 2500 im Jahr 2005 gestiegen.

Das GBE-Heft 31 \"HIV und AIDS\" ist im Internet unter www.rki.de abrufbar oder kann kostenlos beim Institut angefordert werden.

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ALLGEMEINES  GLEICHBEHANDLUNGSGESETZ [AGG]  VERABSCHIEDET

 

 

Quelle.

Berlin, 30.06.06: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz [AGG] wurde mit den Stimmen der Großen Koalition und der Grünen verabschiedet. FDP, Linkspartei und 18 Abgeordnete der Union stimmten bei einigen Enthaltungen dagegen. Insgesamt votierten bei der namentlichen Abstimmung 443 Abgeordnete mit Ja, 111 mit Nein und 17 enthielten sich. Der Diskriminierungsschutz wird voraussichtlich am 1. August in Kraft treten.

Deutschland war verpflichtet, vier Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft umzusetzen, die den Schutz vor Diskriminierung regeln. Die Richtlinien betreffen viele Bereiche unserer Rechtsordnung - der Schwerpunkt liegt im Bereich von Beschäftigung und Beruf, die Bestimmungen gelten gleichermaßen etwa für Arbeitnehmer, Auszubildende oder für den öffentlichen Dienst. Betroffen ist aber auch das Zivilrecht, also Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen - insbesondere Verträge mit Lieferanten, Dienstleistern oder Vermietern. Der Koalitionsausschuss der Regierungsfraktionen hat sich nun auf einen Entwurf zur Umsetzung dieser Richtlinien in deutsches Recht geeinigt.

„Die Koalition hat in dieser schwierigen und ideologisch aufgeladenen Frage einen sachgerechten Kompromiss gefunden. Bürgerinnen und Bürger werden sich künftig besser gegen Diskriminierung wehren können. Ich habe seit Beginn der Debatte eine Regelung mit Augenmaß verfochten, die Diskriminierten hilft, gleichzeitig aber unnötige Bürokratie vermeidet. Diesem Anspruch wird unser Vorschlag gerecht. Wir sind eine freiheitliche, tolerante Gesellschaft, in der jede und jeder möglichst nach seiner Facon glücklich werden soll. Die weit überwiegende Zahl unserer Bürgerinnen und Bürger wird im täglichen Leben nicht diskriminiert.

Gleichzeitig kann man die Augen nicht vor der Realität verschließen. Es gibt Diskriminierungen, die inakzeptabel sind, beispielsweise wenn Menschen ohne Arme aus einem Lokal verwiesen werden, weil sie mit den Füssen essen. Dagegen sollen sich die Betroffenen künftig mit Hilfe des Rechts wehren können. Der Staat kann Toleranz im Umgang miteinander zwar nicht verordnen, aber durch seine Rechtsordnung deutlich machen, was gesellschaftlich missbilligt wird“, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. „Ich bin ausgesprochen froh, dass es uns gelungen ist, den Koalitionspartner zu überzeugen, für den Bereich der Massengeschäfte und Privatversicherungen nicht nur die europarechtlich verpflichtend vorgegebenen Merkmale Rasse, ethnische Herkunft und Geschlecht in den zivilrechtlichen Diskriminierungsschutz aufzunehmen, sondern auch Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität.

Denn bei solchen Geschäften, bei denen es dem Anbieter regelmäßig egal ist, mit wem er einen Vertrag schließt – wie beispielsweise beim Kauf eines T-Shirts im Kaufhaus - ist es besonders demütigend, wenn jemand wegen der genannten Merkmale diskriminiert wird. Die aus Wirtschaftskreisen geäußerten Sorgen, die Regelungen könnten zu Klagewellen führen, halte ich für unbegründet, wenn man die Erfahrungen aus unseren europäischen Nachbarländern zu Grunde legt, die vergleichbare Regelungen schon länger kennen“, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries,

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AIDS - HYSTERIE  IM  DEUTSCHEN FERNSEHEN !

 

 

Autor: Mike Schwarz

In einer ersten Nachricht auf Pro7 am 27.05.2006 berichtete der Nachrichtensprecher über den 16 Jahre alten Amokläufer, der am Rande der Eröffnung des neuen Berliner Hauptbahnhofes am Freitagabend wahllos auf Passanten einstechen konnte und dabei 28 Menschen teilweise schwere Stichverletzungen zufügte.

Statt darüber zu berichten, wie es möglich ist, dass ein offensichtlich durchgeknallter, betrunkener Hauptschüler aus Berlin–Neukölln in einer Menschenmenge in einem Hochsicherheitsbereich wie dem Berliner Regierungsviertel und wenige Tage vor der Eröffnung der Fussball-WM Amok zu laufen, war es dem Sender wichtiger, Panik gegen AIDS zu machen. Eines der ersten Opfer räumte am Samstag in einer Vernehmung ein, mit dem AIDS-Virus [!] infiziert zu sein. Zum einen erfolgte keinerlei Hinweis auf den Wahrheitsgehalt dieser Aussage, zum anderen blieb auch ungeprüft und ungeklärt, ob er sich im HI- oder im AIDS-Stadium befindet.

Wichtiger war dem Sender die Verbreitung eines Aufrufes eines Berliner Polizei- sprechers, der alle mit der Tatwaffe in Berührung gekommenen Menschen in dieser Sendung dazu aufrief, sich im Virchow-Klinikum oder der Uni-Klinik Charité untersuchen zu lassen. Hieraufhin sollen sich 21 Betroffene mit virushemmenden Medikamenten versorgt haben.

Ich betrachte eine solche Panikmache zum Thema AIDS seitens der Medien für völlig überzogen. Gesetz dem Fall, eines der ersten Opfer war tatsächlich HIV+: das Messer musste durch Textilien hindurch hinausgezogen werden, womit es sofort an die Luft gelang, wo bekanntlich nach kurzer Zeit das HI-Virus abstirbt. Dann vergeht einige Zeit, bis der Täter sein nächstes Opfer attackiert, wobei das Messer wieder erst durch Stoff gleiten muss um nach der Tat den gleichen Weg zu gehen, wie bei dem angeblich mit HIV+ infizierten Opfer. Dies wiederholt sich dann noch –zigmal. Wie hoch schätzen die Verantwortlichen hier eigentlich das Risiko einer HIV-Infektionsübertragung ein?

Nach dieser wichtigen Meldung folgte dann auf Pro7 die Nachricht über 3.500 Erdbebentote in Indonesien! Noch Fragen?

Anzumerken bleibt, dass nicht nur Pro 7 diesen Aufhänger als Nachricht des Tages nutzte, sondern fast alle Sender und Printmedien. So stand u.a. auf der Schlagseite des Express vom Sonntag, den 28.05.06: Nach Amoklauf - Aids-Angst unter den Opfern! Erst einige Tage später berichteten dann teilweise die gleichen Sender und Printmedien, wie gering doch das Infektionsrisiko gewesen wäre!

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THERAPIEPAUSE  - JA ODER NEIN ?

 

 

Autor: Mike Schwarz.

Viele Betroffene mit HIV, die sich entschlossen haben, mit einer Medikamenten - Therapie zu beginnen, hoffen, irgendwann einmal eine Therapiepause einplanen zu können oder legen diese mit oder ohne Absprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt ein. Welche Risiken mit einer Therapiepause für Betroffene vorhanden sind, zeigt der kürzlich erfolgte Abbruch der SMART - Studie [Strategies for Man Antiretroviral Therapy].

Der Hauptgrund für den Abbruch war die beschleunigte Progression der HIV - Infektionen innerhalb der DC - Gruppe, der es unter ärztlicher Aufsicht erlaubt war, gelegentliche Therapiepausen einzu - legen. In der VS - Gruppe nahmen die Teilnehmer hingegen weiter regelmässig ihre antiretrovitalen Medikamente ein. Bei beiden Gruppen wurde massgeblich auf die Entwicklung der CD 4 - Helferzahl geschaut. Innerhalb der DC - Gruppe wurde bei Abfall der Werte unter 250/mm3 mit der Therapie wieder begonnen und nach Anstieg auf einen Wert von über 350/mm3 erneut eine Therapiepause eingelegt.

Bereits im Januar 2002 wurden die ersten Patienten in diese, pharmaunabhängige Studie aufge - nommen. Insgesamt nahmen 5.472 Patienten aus 33 Ländern in 318 Studienzentren, auch in Deutschland, an der SMART - Studie teil. Durch eine im Januar 2005 vorgenommene Zwischen - auswertung, erkannte man, dass die DC - Gruppe einem deutlich höherem AIDS - Risiko ausgesetzt war [ca. doppelt so hoch, gegenüber der VS - Gruppe]. Im Vergleich erhöhte sich in dieser Gruppe nicht nur die Zahl der opportunistischen Infektionen, sondern auch die von Malignome und anderen Erkrankungen. Zudem führte die Studie nicht zu dem Ergebnis, dass die erhofften kardiovaskulären Vorkommnisse geringer ausfielen.

Auch wenn die Gründe für den Abbruch noch nicht abschliessend wissenschaftlich dokumentiert sind, sind sich alle beteiligten Mediziner sicher, dass von Therapiepausen abzuraten ist. Wer sich dennoch zu einer Therapiepause entschlossen hat oder entschliessen will, sollte sich auf jeden Fall in kürzeren Intervallen auf seinen Immunstatus während der Pausen testen lassen.

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NEUE AIDS -  KAMPAGNE  DER BZGA

 

 

Quelle: www.gib-aids-keine-chance.de. Angesichts stark steigender HIV - Neuinfektionen [laut Robert Koch-Institut 2005 betrug die Zunahme in Deutschland ca. 20- 30 % gegenüber dem Vorjahr, Verdoppelung in Europa innerhalb 10 Jahren], wachsender Sorglosigkeit beim Sex sowie unrealistischem und  unbegründetem Therapie - Optimismus in zentralen Gruppen, sinkender Unterstützung  durch die Medien und vielerorts aufgrund der Finanznöte der Öffentlichen Hand deutlich geschwächter Präventions - Strukturen steht die in Deutschland bisher sehr erfolgreiche HIV-Prävention derzeit vor ihrer wohl schwersten  Herausforderung seit den 80er Jahren. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung reagiert auf diese sich bereits seit einiger Zeit u.a. in den  Repräsentativ-Untersuchungen der BZgA- abzeichnende Krise zusammen mit ihren Partnern und Unterstützern mit aller Kraft, mit vielfältigen Neuerungen sowie zusätzlichen Kommunikations - Angeboten.

Die erfolgreiche Strategie und Konzeption der HIV - Prävention in Deutschland wird durch aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen aus den USA zur Wirksamkeit unterschiedlichster Präventions- Strategien eindrucksvoll bestätigt: Deborah A. Cohen et. al. zeigten, dass die größte Wirkung der Aids- Prävention durch die Kombination von breiter, bevölkerungsweiter Ansprache bei flächendeckender Kondomversorgung mit einer tiefgehenden, intensiv wirkenden Ansprache der für die Ansteckungszahlen entscheidenden Gruppen erzielt wird. Genau deswegen gibt es seit 1987 in Deutschland eine Arbeitsteilung zwischen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung [bevölkerungsweite Ansprache] und der Deutschen AIDS-Hilfe [Ansprache der Hauptgefährdeten- und Hauptbetroffenengruppen].

Vor allem über die reichweitenstärksten Massenmedien [Anzeigen, Grossplakate, TV-/Kinospots jeweils interne links] wird durch die bis 2010 vereinbarte umfangreiche finanzielle Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. [link zur Pressemitteilung 2005] wieder die Präsenz und damit Wichtigkeit des hochaktuellen Themas Aids in der Öffentlichkeit verstärkt und die Schutzbotschaft effektiver und nachhaltiger an die wichtigsten Zielgruppen wie z.B. nicht monogam lebende Männer kommuniziert. Dabei wird nicht nur über HIV, sondern verstärkt auch über andere sexuell übertragbare Infektionen als potente Wegbereiter für HIV informiert. Und ab Jahresmitte 2006 sollen ausserdem in ganz Deutschland 100.000 neue, besonders Aufmerksamkeitsstarke Grossplakate die zentralen Botschaften kommunizieren.

Auch die persönliche [und damit intensiv kommunizierende] Ansprache zentraler Zielgruppen wird weiter ausgebaut. Dabei wird v.a. die Unterstützung lokaler Präventions-Netzwerke und der Arbeit in kleineren und grösseren Gruppen sowie in Schulen durch innovative Angebote verstärkt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf die beiden Gruppen, die den größten Anteil an der aktuellen Entwicklung der Neuinfektionen haben: Männer, die mit Männern Sex haben sowie Menschen mit Migrationshintergrund.

Das Angebot im Internet mit seinen schnell zunehmenden Reichweiten zur umfassenden Informationsvermittlung, die mit persönlicher Ansprachemöglichkeit kombiniert sein kann, wird mit dem Internet-Portal www.gib-aids-keine-chance.de als weitere Kommunikationssäule verstärkt und als Plattform der Verzahnung auch mit den vielen starken Partnern ausgebaut. Auf dieser Plattform sind auch Informationen zu den erwähnten Medienangebote zu finden.

Neue Printmedien, die insbesondere Menschen ansprechen können, denen sehr einfache Sprache sowie Bilder entgegenkommen, werden die bisher sehr bewährten Medien ergänzen. Dies wird insbesondere die Thematisierung und Prävention anderer sexuell übertragbarer Krankheiten als Wegbereiter von HIV wesentlich verstärken.

Ein wichtiges Zukunftsthema ist die Förderung der Synergie, Nachhaltigkeit und Qualifizierung aller Akteure auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Die vorhandenen Netzwerke [z.B. die Zusammenarbeit zwischen Bund und Bundesländern, in örtlichen Netzwerken zwischen Gesundheitsämtern, Aids-Hilfen und weiteren Akteuren] sowie zwischen den Institutionen [z.B. die Gemeinschaftsaktionen von BZgA, DAH und DAS zum Welt-Aids-Tag] und auch in den Schulen werden weiter intensiviert und verstetigt.

Langfristige und nachhaltig orientierte Massnahmen zur Unterstützung bzw. Initiierung sozialer und individueller Lernprozesse stellen also weiterhin die erfolgversprechende Grundlage der Prävention dar. Zentrales Ziel der nächsten Zeit ist die Maximierung der Reichweite, Sichtbarkeit, Akzeptanz und Wirkung der Massnahmen sowie deren Qualitäts - Sicherung durch wissenschaftliche Evaluation sowie Rückkopplung der Ergebnisse in die Kampagne sowie in die Zielgruppen.

Mit der aktuellen Kampagne der BZgA und ihrer Partner ist auf inhaltlicher und gestalterischer Ebene eine dosierte „Re-Dramatisierung von Aids“ verbunden - insbesondere in den öffentlich besonders präsenten Kampagnenelementen. So wird die bedrohliche Entwicklung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten deutlich, ohne „Zeigefinger“ oder kontraproduktive Angst - Szenarien. Diese Strategie hat sich als überzeugend und effektiv erwiesen, um besonders gefährdete und riskierte Menschen anzusprechen. Die BZgA orientiert sich damit am heutigen Bild des „neuen Aids“. Dieses ist auf Grund der vorhandenen therapeutischen Optionen nicht mehr durch kurzfristigen Tod, Siechtum und Krankheit [„Altes Aids“] gekennzeichnet, sondern kann mit [sehr gravierenden] Beeinträchtigungen fast als quasi - chronische Krankheit er- und gelebt werden. Auch weil dies in den zentralen Zielgruppen als Wissen verbreitet ist, sind Todes - Bilder und Schock - Effekte nicht [mehr] als Instrumente erfolgreicher Aufklärung nutzbar.

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11. AIDSTAGE IN MÜNCHEN

 

 

München [dpa] - Erstmals seit dem Auftreten der Immunschwäche Aids hoffen Mediziner auf eine Heilung. «Es gibt eine gute Chance, dass wir in den nächsten zehn Jahren zu einer Heilung kommen», sagte der Präsident der 11. Münchner Aids-Tage, Hans Jäger, zum Auftakt des Kongresses am Freitag [Anmerkung: 03. Februar 2006]. «Wir sind allerdings in einem sehr frühen Stadium.»

Andere Mediziner äusserten sich skeptisch. Er glaube nicht an einer Durchbruch, sagte der Sprecher des Kompetenznetzes HIV/Aids, der Bochumer Mediziner Prof. Norbert Brockmeyer. «Ich denke, wir müssen weiterkämpfen.»

Die Hoffnung auf eine mögliche Heilung stützt Jäger unter anderem auf eine Kombination aus einem herkömmlichen  Aids-Mittel und einem antiepileptischen Medikament in den USA. Damit sei es erstmals an drei von vier Patienten gelungen, den in Lymphozyten ruhenden  Aidserreger HIV zu aktivieren, so dass er dann mit Medikamenten bekämpft werden könne. Diese eingeschlossenen Viren waren bisher das grösste Probleme auf dem Weg  zu einer Heilung, da sie für die gewöhnlich eingesetzten antiretroviralen  Medikamente nicht erreichbar waren. Nunmehr seien weitere Studien notwendig.

An dem grössten Aids-Kongress Deutschlands nahmen bis zum 05. Februar 2006 1700 Experten teil. Ärztevertreter erneuerten ihre Warnung vor Nachlässigkeit beim Schutz vor Aids. Die Zahl der Neuinfektionen sei in Deutschland 2005 um 20 Prozent auf 2600 gestiegen. Betroffen seien in erster Linie homosexuelle Männer. Die HIV-Infektion habe offensichtlich durch bessere Behandlungsmöglichkeiten ungerechtfertigt an Schrecken verloren. Nach wie vor ist die Immunschwäche jedoch unheilbar.

Zugleich geht die Suche nach einem Impfstoff weiter. Ein neuer Impfstoffkandidat solle in diesem Frühjahr weltweit in zwölf Studienzentren an insgesamt 1000 Probanden in Afrika, Nord- und Südamerika sowie in der Karibik getestet werden. Es handele sich um eine Kombination aus zwei Impfstoffen der neuesten Generation.

In ersten Tests hätten die Patienten Antikörper entwickelt und eine gute zelluläre Immunreaktion gezeigt, die für eine Abtötung der HIV-befallenen Zellen sorgt, berichtete Michael Hölscher von der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig- Maximilians- Universität München. Jedoch werde nicht mehr erwartet, dass ein Impfstoff eine Infektion blockieren könne. «Durch die Impfung könnte der Krankheitsverlauf einer Neuinfektion abgeschwächt werden. Die Infektion selbst wird aber aller Wahrscheinlichkeit nicht verhindert.»

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THERAPIETREUE

 

 

Autor: Holger Pfister - Frankfurt. Quelle: www.therapie-treue.net.

Der nachfolgende Beitrag soll Patienten, die tagtäglich eine Reihe von Medikamenten zur Behandlung der eigenen HIV-Infektion einnehmen müssen, Rat und Hilfestellung geben. Aber besonders bei Problemen mit der Therapie-Treue findest Du hier [kleine] Tipps & Tricks, wie der Umgang mit der Therapie einfacher zu gestalten ist.

Was ist eigentlich Therapie-Treue? Therapie-Treue meint die GENAUE Einhaltung eines gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin erarbeiteten Therapieplans. In der richtigen Dosierung [je nach Medikament mit oder ohne Nahrung, Einhaltung evtl. notwendiger Wartezeiten vor/nach Nahrungsaufnahme], sowie es im jeweiligen Beipackzettel beschrieben wird

Warum ist Therapie-Treue so überaus wichtig? Allgemeines zur Therapie-Treue: Gerade bei einer chronischen Erkrankung wie der HIV-Infektion ist die Wirksamkeit der Behandlung und damit auch der Verlauf der Krankheit ganz erheblich davon abhängig, wie gut die Therapietreue [auch Compliance oder Adherence genannt] der Betroffenen ist. Nahezu jeder HIV-Patient muss jahrzehntelang mehrmals am Tag drei, vier oder mehr Medikamente in der richtigen Dosierung und zum richtigen Zeitpunkt einnehmen. Das erfordert ein hohes Maß an Genauigkeit und Selbstdisziplin - was zu Anfang oft als mühsam und lästig empfunden wird.  Doch nur so ist die Therapie letztlich wirkungsvoll, und die Chance auf eine lange Wirksamkeit der einzelnen Medikamente gegeben

Sehr wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist der Spiegel der Medikamente im Blut: Kurz nach der Einnahme der Tabletten geht der Blutspiegel hoch und führt so zu einer wirksamen Unterdrückung der Virusvermehrung im Körper. Nach einigen Stunden [Tagen bei Sustiva!] sinkt der Spiegel langsam ab und es ist nicht mehr genug Wirkstoff vorhanden, um die Virusvermehrung weiter zu hemmen. Wenn Du Deine Medikamente unregelmäßig einnimmst, ist zwar oft noch Wirkstoff im Blut vorhanden, allerdings nicht mehr genug um die Virusvermehrung wirksam zu unterdrücken. Resistenzen können dann sehr leicht und u. U. auch sehr schnell entstehen! D. h. das die von Dir eingenommene Therapie nicht mehr länger wirksam ist!  Dies bedeutet eine Umstellung, die mit neuen Medikamenten, evtl. neuen Nebenwirkungen, aber immer mit neuen Arztbesuchen und ggfs. auch neuen Untersuchungen verbunden ist!


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HIV - NEUINFEKTIONEN 2005 /  ANSTIEG UM 30 % !

 

 

Autor: Mike Schwarz

Entgegen der Prognosen des Robert-Koch-Institutes [RKI] in Berlin vom Sommer diesen Jahres ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus nicht nur wie befürchtet um 20 % angestiegen, sondern sogar um 30 %! Nach diesen Angaben zufolge leben derzeit ca. 49.000 Menschen in der BRD mit einer HIV-Infektion. Davon haben sich schätzungsweise 2.600 Personen in diesem Jahr neu mit dem Virus infiziert. Die mit Abstand grösste Gruppe bilden hier homosexuelle Männer mit ca. 31.000 Infizierten. Damit ist HIV/AIDS nach Angaben des Leiters des RKI, Reinhard Kurth, die grösste medizinische Katastrophe der Neuzeit seit dem Auftreten der Pest im 14. Jhrd.

Bei den o.g. Zahlen handelt es sich lediglich um bereits getestete Personen, die dem RKI gemeldet werden müssen. Die Dunkelziffer dürfte diese Zahlen noch deutlich höher werden lassen. Mit Mitteln des Bundesgesundheitsministeriums soll eine Studie mit dem Ziel durchgeführt werden, die Veränderungen im Risikoverhalten der Betroffenen erforschen soll. Wir von e-HIV ...Hilfe von unten bezweifeln allerdings, dass sich durch Präventionsforschung, Fragebogenaktionen und ausdrück- lichen Warnaktionen die Einstellungen, das Wissen und damit das Verhalten homosexueller Männer ändern wird.

Gerade *Modeerscheinungen* wie Bareback und das Vertrauen in die zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten dürften mit verantwortlich für diesen deutlichen Anstieg sein. Es ist ein Irrtum anzunehmen, den HI-Virus in der Forschung unter Kontrolle bekommen zu haben. Die in den 90er Jahren gesunkenen Zahlen von Neuinfektionen mögen dies vorgetäuscht haben. HIV und AIDS bleiben zwar behandelbar, stellen aber immer noch eine tödliche Bedrohung dar!

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GEMEINSAM  GEGEN AIDS !

 

 

Quelle: www.weltaidstag.com

Der Welt-AIDS-Tag wird seit 1988 jährlich am 1. Dezember begangen, nachdem sich an diesem Tag die Gesundheitsminister auf einem Weltgipfel für eine von sozialer Toleranz geprägte Gesinnung und einen intensiveren Austausch von HIV- und AIDS-bezogenen Informationen aussprachen. Er ist ein Tag der Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS und denen, die ihnen nahe stehen, aber auch ein Tag, an dem deutlich gemacht wird, dass für diese Menschen jeder Tag des Jahres ein AIDS-Tag ist.

Die AIDS-Organisationen nehmen ihn zum Anlass, auf vielen Veranstaltungen – von Infotischen in der Fußgängerzone über Podiumsdiskussionen bis zu Benefizabenden – ihre Arbeit darzustellen und zu Spenden aufzurufen, um ihre praktische Arbeit – Aufklärung, Information, Beratung, Betreuung, Pflege und Selbsthilfe – finanzieren zu können. Der Welt-AIDS-Tag ist aber auch ein Tag der Mahnung an die Politikerinnen und Politiker, sich ihrer politischen und finanziellen Verantwortung für eine AIDS-Politik zu stellen, die an den Lebensrealitäten der Hauptbetroffenengruppen ausgerichtet ist.

HIV bzw. Aids wird in der Öffentlichkeit kaum mehr als gesellschaftliches Problem wahrgenommen. Dies ist die Folge der Stabilisierung der Infektionsraten in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, der Behandelbarkeit von HIV bzw. Aids, des Generationenwechsels, aber auch der Überlagerung mit anderen Themen. HIV bzw. Aids hat damit an Aufmerksamkeit und Ressourcen verloren, was präventives Verhalten schwächt und es besteht die Gefahr einer Entsolidarisierung mit Betroffenen.

Angesichts der weltweiten Entwicklung, der aus verschiedenen Gründen wieder steigenden Zahl positiver Testresultate, sowie der Probleme in der Behandlung [Resistenzen, Impfstoffe lassen auf sich warten] muss diesem Trend entschieden entgegengewirkt werden. Die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV bzw. Aids sowie von Gruppen mit erhöhtem Risiko einer HIV- Infektion muss verhindert werden.

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HIV SELBSTHILFE

 

 

Autor: Mike Schwarz

Wie bekannt, kooperieren wir mit einigen Initiativen. So auch mit www.positivhandeln.de. Mit dieser Aktion wird darauf aufmerksam gemacht, wie gross der Handlungsbedarf für Betroffene mit HIV oder AIDS ist, um ihre eigene Lebensqualität zu verbessern.
Die Idee dieser Selbsthilfekampagne entstand im Rahmen einer Zukunftswerkstatt auf dem landesweiten Positiventreffen im Frühjahr 2003. Ziel dieser Kampagne ist es, für die Gleichstellung und Integration von Positiven innerhalb unserer Gesellschaft einzutreten.
e-HIV ...Hilfe von unten tritt mit dafür ein, das Selbstbewusstsein von Menschen mit HIV oder AIDS zu stärken und für eine Integration Betroffener in die Gesellschaft Rechnung zu tragen. Noch längst wird diese Erkrankung von grossen Teilen unserer Gesellschaft nicht akzeptiert. Hier gilt es für Betroffene und uns, dafür einzutreten, diesen Missstand zu beheben. Wir sind als private Initiative gerne bereit, uns mit anderen Selbsthilfestrukturen auszutauschen und zu vernetzen.
Betroffene bitten wir, uns sich anzuschliessen, um künftig für eine grössere Akzeptanz bei Ärzten, Therapeuten, Pflegediensten, Politikern, Krankenkassen, der Pharmaindustrie und in der Öffentlichkeit zu sorgen.

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DIE  MACHT DES  POSITIVEN DENKENS

 

 

Autor: Mike Schwarz

Gerade Betroffene mit HIV und AIDS neigen aufgrund Ihrer Erkrankung leider häufig dazu, Ihre Gesamtlebenssituation negativ zu sehen und darzustellen. Als absoluter Verfechter des positiven Denkens möchte ich mit diesem Beitrag mit dazu beitragen, eine grundsätzlich lebensbejahende Position zu beziehen. Sind wir doch einmal uns selber gegenüber ehrlich: was passiert, wenn wir negativ eingestellt sind? Uns widerfährt dann auch viel negatives. Im Umkehrschluss: was wäre, wenn wir positiv Denken? Uns widerfährt viel Positives. Warum beginnen wir unseren Tag nicht damit, uns morgens vor den Spiegel zu stellen, uns anzulächeln und uns bedingungslos anzunehmen und uns zu sagen: *ich liebe mich!*??

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass eine gesunde Psyche, sprich mentale Optionalität, ganz bedeutenden Einfluss auf das gesundheitliche Wohlbefinden hat. Fallstudien zeigten, dass Personen, die eine positive Denkweise haben, auch ohne Therapie, eine deutliche Verbesserung ihrer Viruslast und der  CD4-Helferzahl erreichen können.

Mehr Lebenslust ist der Code zum Glück! Auch wenn unsere Umwelt als kalt, stressig und rau empfunden wird, ist jeder einzelne von uns in der Lage, sich seine Oase der Geborgen- und Zufriedenheit zu schaffen. Statt uns ständig Sorgen zu machen, dürfte der Weg zu innerer Harmonie und gelassener Lebensfreude der sinnvollere sein. Besinnen wir uns doch auf unsere Stärken, Tugenden und Ressourcen, statt auf Neurosen, Depressionen und Paranoia. Das registrieren der eigenen Unzufriedenheit führt lediglich zu Enttäuschungen, Frust und zu Sinnkrisen. Die Macht des positiven Denkens hilft hier besonders, diese negativen Eigenschaften in das Gegenteil umzukehren. Ein unerschütterlicher Optimismus erleichtert uns den Alltag und führt in einer logischen Konsequenz auch zu einem fröhlicheren, höflicheren Umgang mit unseren Mitmenschen und in der Folge zu harmonischeren Beziehungen. Auch wenn finanzielle Rahmenbedingungen nicht zu unserer Zufriedenheit ausfallen, sind wir in der Lage, uns unsere kleinen Glücksmomente zu schaffen. Jeder von uns ist in der Lage, sich Aufgaben zu schaffen, die das Leben mit Sinn erfüllt.

Gerade für Betroffene mit HIV und AIDS besteht eine grosse Gefahr, in unsinnige Depressionen zu verfallen. Stellt sich jedoch jeder einmal selber auf den Prüfstand und vergleicht seine Lebenssituation mit Menschen, denen es noch wesentlich schlechter geht, sollten wir zu der Erkenntnis kommen, wie gut es uns doch noch geht. Eine gelungene Kombination aus einem sinnvollen, engagierten und vergnüglichen Leben garantiert eine dauerhafte Zufriedenheit. Bewahren wir uns also unsere Träume, Wünsche, Sehnsüchte und Inspirationen und verstehen uns als Meister unseres  Lebens, statt als Spielball böser Mächte. Stellen wir uns doch ganz einfach jeden Tag die Frage: welche schönen Dinge bietet mir mein Leben? Bringen mich meine negativen Gedanken auch nur einen Millimeter in meinem Leben weiter?

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HINRICHTUNG  JUGENDLICHER  HOMOSEXUELLER IM IRAN

 

 

Autor: Mike Schwarz

Ein Thema, was uns in den letzten Tagen zutiefst erschütterte, war die Hinrichtung zweier noch jugendlicher Iraner. Nur unsere Bundesregierung hat die Macht und die Mittel, in diesem Fall gegen den Iran vorzugehen. Bleibt nicht tatenlos und protestiert per eMail gegen die Todesstrafe im Iran und allen Ländern dieser Welt! Hierfür wende Dich per eMail an die hier veröffentlichten Adressen.

Zum Sachverhalt: Im iranischen Mashad sind zwei Jugendliche wegen Raubes, Alkoholkonsums und homosexueller Übergriffe vor einer grossen Zuschauermenge gehängt worden. Amnesty International klagt die barbarische Praxis an. Die beiden Angeklagten sollen einem Reporter der studentischen iranischen Nachrichtenagentur ISNA zufolge kurz vor der Hinrichtung beteuert haben, dass sie ihr Vergehen über ein Jahr nach der Tat bereuten und einsichtig seien. Einer der Angeklagten habe zwar gewusst, dass homosexuelle Handlungen strafbar seien, allerdings nicht, dass sie mit dem Tode bestraft würden [Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,366338,00.html].

Richtet Euren Protest bitte an folgende Anschriften und bittet auch Eure Freunde und Bekannten diesem Beispiel zu folgen: Bundestag www.bundestag.de/gremien/a2/index.html Bundespräsidialamt poststelle@bpra.bund.de Claudia Roth claudia.roth@bundestag.de Volker Beck guenter.dworek@gruene-fraktion.de.

Es ist die falsche Überzeugung, mit Protest nichts erreichen zu können! Wenn genügend Proteste eingehen, kann sich unsere Regierung dem Problem Todesstrafe nicht entziehen.

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FAIRNESS &  KOMMUNIKATION

 

 

Autor: Mike Schwarz

Wir von e-HIV ...Hilfe von unten möchten uns mit diesem Artikel zu einem grundlegenden Problem unserer Gesellschaft äussern: dem Thema Fairness & Kommunikation. Der Mensch hat zwar inzwischen die Distanz zwischen der Erde und dem Mars überwinden können, aber wir scheitern doch häufig daran, zu einem Mitmenschen, und hier insbesondere an Betroffene von HIV und AIDS zu gelangen. Die fatalste Folge menschlicher, mangelnder oder fehlgeleiteter Kommunikation stellen Kriege dar, die umgangen hätten werden können, wenn die Verantwortlichen die Grundregeln der Kommunikation beherrscht hätten.

Die hohe Kunst des Dialoges, und damit der faire Umgang miteinander, besteht zweifelsohne darin, dass wir ein wirkliches Interesse für unsere Mitmenschen und deren Bedürfnisse haben. Hierbei ist es egal, ob der Dialog  in einem persönlichen Rahmen oder auf einer sogenannten eindimensionalen Ebene stattfindet, wobei innerhalb einer nonverbalen Kommunikation [z.B. im Internet, per SMS oder in eMails] zu berücksichtigen ist, dass wesentliche Instrumente [Gehör, Sprache, Körpersignale, Augen, Rückkopplungen] fehlen. Die Grundregeln der fairen Kommunikation sind sehr einfach, werden aber leider viel zu selten angewendet. Wir würden uns freuen, wenn dieser theoretische Ansatz dieses Artikels bei jedem Einzelnen eine künftige, praktische Anwendung finden würde. Gerade Betroffene mit HIV und AIDS sind zur Verbesserung ihrer Lebensqualität auf eine faire Kommunikation angewiesen. Ihnen helfen keine Phrasen, sondern die notwendige Aufmerksamkeit, ihre Interessen zu wecken, die Bedürfnisse zu hinterfragen und Annäherungen herbeizuführen.

Eine faire Kommunikation kann daraus bestehen, dass zwei oder mehr Menschen miteinander in Beziehung stehen, wobei sie abwechselnd als Sender und Empfänger fungieren. Funktioniert dieses Prinzip, bedeutet es, auf einer gemeinsamen Wellenlänge zu sein. Funktioniert es nicht, kommuniziert man aneinander vorbei, was leider immer häufiger ein Problem unserer Gesellschaft geworden ist. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass wir uns leider nur selten die Zeit  nehmen, uns in die Bedürfnisse des Gegenüber hinein zu versetzen.

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BETROFFENE &  ARMUT !!!

 

 

Autor: Mike Schwarz

Mit diesem Beitrag stellen wir uns einem weiteren, heiklen Thema: Betroffene und Armut. Aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass auch viele Betroffene, egal ob Hetero oder schwul, unabhängig von ihrem Bildungsgrad, ihrer Ausbildung und ihres Alters von der schwierigen Arbeitsmarktsituation und in der Folge von Hartz IV betroffen sind. Eine Situation, die JEDEN von uns treffen kann. Die daraus resultierende Armut findet in der Regel hinter verschlossenen Wohnungstüren statt und wird von unserer Gesellschaft mithin auch nicht wahrgenommen.

Uns sind aufgrund unserer ehrenamtlichen Tätigkeit Dutzende von Fällen bekannt, wo Betroffene resigniert haben, sich zurückzogen und ein Leben unterhalb des Existenzminimums führen müssen. Da die staatlichen Zuwendungen, auch wenn sie von vielen als grosszügige Geste angesehen werden, nicht ausreichen um z.B. am gesellschaftlichen und kulturellen Leben noch teilhaben zu können, geschweige denn in der Lage sind, wie wir, über das Internet die Verbindungen zur Aussenwelt aufrecht zu erhalten. Bei 350 € im Monat sind auch keine Monatstickets der öffentlichen Verkehrsbetriebe mehr drin, geschweige denn ein eigenes Fahrzeug, kein Kino, keine Disco, keine Restaurants, kein Fitnesscenter und keine Designerklamotten, kein Festnetz, kein Internetanschluss, kein PC u.v.m.

Wenn dann im Hintergrund kein gut verdienender Partner ist oder keine Zuwendungen aus der Familie möglich sind, führt dies zweifelsohne für die Betroffenen in die Isolation. Unser Anliegen ist es, dass wir uns als vielgepriesene *Community* auch und gerade um diese wachsende Zahl Betroffener mit Arbeitslosigkeit und folgender Armut zuwenden sollten. Was hält uns davon ab, auf Betroffene zuzugehen und uns mal anzubieten, dass diese mal zeitweise über unseren PC verfügen können, zumal es uns doch bei Flat nichts kostet? Was hält uns davon ab, Betroffene mal auf ein Bier zu uns nach Hause einzuladen? Die 3 € machen und auch nicht arm. Und sind wir mal ehrlich: ob wir nun für uns alleine Kochen oder uns mal einen Betroffenen zum Essen einladen, macht uns das ärmer? Kostenlos sind auch Gespräche mit Betroffenen, die diesen jedoch helfen, auf Ihre Situation aufmerksam zu machen.

Wir möchten nicht, dass diese Probleme totgeschwiegen werden, da diese damit nicht behoben werden können. Jeder von uns ist, wenn er will, in der Lage, Betroffene zu unterstützen, um diese aus Ihrer Isolation herauszuholen oder besser erst gar nicht hineinfallen zu lassen. Das Internet ermöglicht es Betroffenen unter anderem, soziale Verbindungen zur Aussenwelt aufrecht zu erhalten oder aufzubauen, sich mit Bekannten und Freunden zu treffen. Fakt ist, dass der grösste Teil der Armen Frauen sind und diese schleichende Armut in Zukunft leider zunehmen wird. Geradezu abartig hingegen sind Forderungen von Politikern, das Gleichstellungsgesetz zu kippen und zu verhindern. Wie viele der Betroffenen kommen schon in den Genuss beitragsfreier Mitversicherung in der Kranken- und Pfegeversicherung durch einen Partner? Wer erhält schon erhöhtes Arbeitslosengeld? Wer von den Betroffenen hat steuerliche Vorteile durch das Steuersplitting? An Betroffene, die in Armut Leben, richten wir den Wunsch, die Hoffnung nicht aufzugeben, da Hoffnung Leben schafft! Für Bezieher von Leistungen nach Hartz IV verweisen wir hier noch auf einen  Link: www.forum-sozialhilfe.de. Deine Meinung kannst Du auch gerne in unserem Forum veröffentlichen.

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ZUM  THEMA AUSGRENZUNG !!!

 

 

Autor: Mike Schwarz

e-HIV ...Hilfe von unten wendet sich grundsätzlich gegen jede Form von Ausgrenzung, insbesondere gegen die von Betroffenen mit HIV und AIDS! Die Grundzüge der Ausgrenzung beginnen bei Mann und Frau,  Alt und Jung, Schwarz und Weiss, Hetero oder Schwul, HIV+ und HIV- und setzen sich in allen Bereichen unserer Gesellschaft fort. Auch hier beziehen wir eine klare Position: Ausgrenzung in jedweder Form ist menschlich arm! In ihr spiegelt sich die vielgepriesene Toleranz wieder, die jedoch aufgrund unserer Erfahrungen leider nicht gegeben ist. Leben und leben lassen wird bei Betroffenen von HIV und AIDS immer mehr zu einer Vergewaltigung des Begriffes Toleranz.

Solidarität und Mitmenschlichkeit sind auch in der heutigen Zeit leider nicht die Regel. Erstaunlich dabei ist folgendes: mehr als 90 Prozent der deutschen Bevölkerung sind dagegen, HIV-Positive auszugrenzen. Das bestätigen regelmässige Umfragen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Doch im direkten Zusammentreffen mit Infizierten geht die Toleranz schnell im Strudel diffuser Ängste unter. Selbst bei aufgeklärten Zeitgenossen löst ungewohnter Kontakt mit Infizierten spontan Angst aus. Wider besseres Wissen bleibt das Gefühl einer unsichtbaren Gefahr. Wir werden in unseren Bemühungen nicht müde, uns gegen Ausgrenzung jeder Art zu äussern. An unsere Betroffenen appellieren wir daher: lasst Euch nicht ausgrenzen und vor allen Dingen grenzt Euch nicht selber aus! Fakt ist: Ausgrenzung macht krank!

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ZUM  THEMA BAREBACK !!!

 

 

Autor: Mike Schwarz

Wir von e-HIV ... Hilfe von unten beziehen zum Thema Barebacking klare Positionen, ohne dabei die Barebacker verteufeln zu wollen. Vielmehr ist es unser Anliegen, auf die doch enormen zusätzlichen gesundheitlichen Risiken dieser Sexualpraktiken hinzuweisen. Mit der Entstehung dieses Modetrends stellen wir fest, dass hierdurch der Safer-Sex im wahrsten Sinne des Wortes zu Grabe getragen wird. Unverantwortlich und am Rande der Kriminalität ist diese Form des ungeschützten Geschlechtsverkehrs bei Leuten, denen bekannt ist, dass Sie HIV+ sind und andere bewusst neu infizieren oder bereits Infizierten zusätzlichen gesundheitlichen Schaden zumuten.
 
Unter Bareback ist der Analverkehr mit Abspritzen ohne Gummi, der Verzicht von Latexhandschuhen beim Faustfick und auch das Abspritzen in den Mund zu verstehen. Hierbei wird vergessen, dass keine Therapie den HI-Virus aus dem Körper entfernen kann und eine HI-Infektion nach wie vor nicht heilbar ist.

HIV kennt keine Altersgruppe und niemand ist verpflichtet, auf seine bekannte Infektion hinzuweisen. Ein weiteres Risiko stellen Alkohol und Drogen dar, da sie die Hemmschwelle zum unsafen Sex herabsetzen. Auch Verliebtheit und gesundes Aussehen schützen nicht vor einer Infektion. Jedem der Bareback betreibt, sollte klar sein, dass sich bei Betroffenen mit HIV das Immunsystem kontinuierlich verschlechtert ...bei dem einen langsamer, bei dem anderen schneller. Durch Einnahme der notwendigen und überlebenswichtigen Medikamenten-Therapien kommt es zu Nebenwirkungen [Durchfall, Übelkeit, Erektionsprobleme, sichtbare Körperveränderungen u.a.].

Neben der Übertragung weiterer sexuell übertragbarer Geschlechtskrankheiten [Syphilis, Tripper, Hepatitis u.a.] verbauen sich so viele erfolgversprechende und lebensverlängernde Therapieansätze. Alleine in einem einzigen schwulen Online-Portal [www.gayromeo.com] fanden wir von e-HIV ... Hilfe von unten im Monat März 2005 mittels eines Suchfilters über 1.470 [!!] bekennende Kölner Barebacker. Alleine diese Zahl sollte jedem vor Augen führen, dass es sich bei dieser Gruppe um keine Minderheit mehr handelt, sondern um eine Gruppe mit extrem hohen Gefährdungspotenzial, dessen sich jeder praktizierende Barebacker bewusst sein sollte. Eure Meinung zum Thema Bareback veröffentlichen wir gerne in unserem Forum. Schaut Euch bitte dort mal den Eintrag *Meinungen zum Thema Bareback* an! Es ging dabei um die Veröffentlichung der o.g. Aussage: *Bareback tötet!*

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