|
Unser Forum soll Dir als Plattform für Deine Meinungen zu allen Themen bezüglich der Tätigkeiten von e-HIV ...Hilfe von unten dienen. Wir freuen uns über Deinen Beitrag, Deine freie Meinungsäusserung, Deine konstruktive Kritik, aber natürlich auch über Anregungen zu unseren einzelnen Hilfsangeboten.
|
|

|
Sofern Du einfach nur mal *Hallo* schreiben möchtest, bitten wir Dich unser Gästebuch zu benutzen. Solltest Du wider Erwarten Deinen Eintrag hier nicht veröffentlicht finden, wende Dich bitte direkt an koordination@e-hiv.de. Wir freuen uns schon jetzt, mit Dir über dieses Forum einen regen Gedankenaustausch vollziehen zu können. Unser Forum haben wir bewusst so angelegt, dass dieses von uns nicht moderiert und damit manipuliert werden kann und somit hier wirklich jeder seiner Meinung freien Lauf lassen darf. Unser Forum lebt vom Mitmachen, also hau in die Tasten :-].
|
|
Von: Hartmut Kleinlosen  Kurfürstenstraße 29  50678 Köln
EINSCHREIBEN / RÜCKSCHEIN
An den Vorstand der Aidshilfe Köln e.V. Beethovenstraße 1
50674 Köln Köln, den 08.05.2012
Einführung der SoliCard zum 1. April 2012
Sehr geehrte Frau Scho-Antwerpes, sehr geehrte Herren Danuser, Ide, Popovic und Thewalt, liebe Freunde,
ich wende mich heute als langjähriges Vereinsmitglied an Sie.
Seit Beginn des Jahres 1998 bin ich Mitglied der Aidshilfe Köln e.V.. Zuerst erwarb ich eine Fördermitgliedschaft, die im Herbst 2005 auf meinen Antrag hin in eine Vollmitgliedschaft um- gewandelt wurde.
Die Aidshilfe Köln lernte ich im Frühjahr 1997 durch einen Aushang in der Uniklinik Köln kennen: „Positive kochen für Positive“.
Hier wurde zweimal wöchentlich ein kostenfreies Mittagessen angeboten, welches in Eigeninitiative von Positiven gekocht wurde. Hierzu stellte der Verein 100 DM zum Einkauf zur Verfügung. Mehrfach habe auch ich zusammen mit Anderen gekocht.
Nachdem die Aidshilfe durch eine Spende/Erbschaft eine vollausgestattete Gastronomieküche erhalten hatte, wurde der Mittagstisch auf ein „Beschäftigungs- und Integrationsprojekt“ umgestellt. In der Anlage 1 habe ich aus dem Newsletter 2001 eine Kopie zum Bericht „Regenbogen-café und HIVissimo“ beigefügt..
Ab diesem Zeitpunkt wurde ein Kostenbeitrag von den Besuchern des Mittagstisches erhoben. Alle HIV- Positiven erhielten die HIVissimo-Ausweiskarte. Eine Differenzierung nach der Höhe des Einkommens fand nicht statt. Externe Besucher zahlten einen höheren Betrag.
Jahre später erfolgte dann mit einer neuen Ausweiskarte eine Unterscheidung nach „geringem“ bzw. ausreichendem Einkommen, ob die Besucher zum „Normalpreis“ des Mittagstisches oder zu einem vergünstigten Preis am Mittagstisch teilnehmen können. Viele HIV-Positive hatten sodann keinen Anspruch mehr auf einen ermäßigten Preis für den Mittagstisch.
Diese Karte wird jetzt ungültig und durch eine ganz neue Karte ersetzt. Info-Flyer als Anlage 2. Diese neue SoliCard ist nun für alle weiteren Angebote der Aidshilfe Köln zur kostenlosen Teilnahme bindend.
Nach den neuen Bestimmungen der SoliCard wird überhaupt nicht mehr nach HIV-Positiven oder Nicht-Positiven unterschieden. Gerade als Selbsthilfeeinrichtung der Menschen mit HIV und AIDS ist mir ein solches Vorgehen nicht nachvollziehbar.
Seit gut 10 Jahren wird von mir das für HIV-Positive kostenlose Projekt „Schwimmen im Agrip-pabad“ ehrenamtlich durchgeführt. Sport ist ein guter und wesentlicher Beitrag zur Gesunderhal-tung von Menschen mit HIV und AIDS.
Von den bisherigen Besuchern wird vermutlich keiner diese Bedingungen der SoliCard erfüllen. Damit wäre nun wohl auch die Schwimmgruppe, nach der Einstellung des „Offenen Treff“ im Januar 2012, abgeschafft. Ist dies beabsichtigt ?
Ich bitte um Auskunft, auf welcher Grundlage die Kriterien zur Ausstellung der SoliCard festge-legt wurden und •an wie viele Menschen mit HIV und AIDS •an wie viele Geringstverdiener •an wie viele Ehrenamtler der Ausweis ausgestellt wurde.
Gerade weil die Aidshilfe eine Selbsthilfeeinrichtung der Menschen mit HIV und AIDS ist, soll-te meines Erachtens diese SoliCard grundsätzlich allen Menschen mit HIV und AIDS ausgestellt werden. Schließlich ist es der Personenkreis, den die Aidshilfe vertreten will.
Ferner muß ich feststellen, daß Freizeitaktionen wie „Aidshilfe op jöck“ seit geraumer Zeit nicht mehr stattfinden bzw. nicht mehr angeboten werden.
Mit freundlichen Grüßen
( gez. Hartmut Kleinlosen )
|